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Kirchheim

22.10.2019

Leonhardiritt in Kirchheim: Paradies für Pferdefreunde

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4 Bilder
Zu Ehre des heiligen Leonhard finden derzeit die Leonhardiritte statt – wie etwa in Kirchheim.

Zahlreiche Zwei- und Vierbeiner nahmen am Leonhardiritt in Kirchheim teil. Viele von ihnen hatten schon eine weite Anreise hinter sich.

Erfreulich viele Pferdegespanne, Reiter und solche, die das Pferd nur mitführten, waren nach Kirchheim zum Leonhardiritt gekommen, teilweise auch von weiter weg. Helmut Ritter etwa, der aus Emershofen stammt, das zwischen Illertissen und Weißenhorn liegt: Mit auf dem Kutschbock durften die fünfjährigen Zwillinge Leander und Lukas sitzen, hinten war der Wagen dekoriert mit Mais, Bohnen und Gemüse. Familie Ulrich kam wie jedes Jahr mit ihren Pferden aus Langeringen, da war auch noch eine Gruppe der Medley-Ranch in Kammlach und viele mehr: Alle, die am traditionellen Leonhardi-Umzug teilnahmen, trafen sich beim V-Markt in Kirchheim. Wo man hinsah: Pferde mit aufwendig geflochtenen Schweifen, mit Blumenschmuck und auch festlich verzierten Mähnen, herausgeputzt für ihren großen Auftritt. Dann marschierten alle durch den Ort, zum Marktplatz und hinten herum zur Leonhardskapelle, wo Pater Benedikt mit seinen Ministranten ausstieg, seinen Segen sprach und viel Weihwasser verspritzte.

Die Musikkapellen aus Kirchheim, Hasberg, Haselbach und Eppishausen spielten verteilt auf die Strecke zünftig auf und begleiteten den Umzug musikalisch, ohne mitzulaufen, denn das würde die Tiere zu sehr stören. Bürgermeister Hermann Lochbronner bedankte sich besonders bei den Kirchheimer Familien Paul und Kusterer für ihr Engagement, das den Leonhardiritt in Kirchheim erst möglich machte.

Viele Zuschauer kamen zum Kirchheimer Leonhardiritt 2019

Bei herrlichem Herbstwetter waren viele Zuschauer gekommen. Sie freuten sich an den schönen Pferden, vom kleinen Zwergpony bis zum stattlichen Süddeutschen Kaltblut. Solche Pferde kommen auch im Wald beim Holzrücken zum Einsatz. Julia Schulz aus Bad Wörishofen hatte ihr eineinhalbjähriges Pferd „Frilenis Fine“ dabei, eine irische Rasse (Irish Cob). Sie führte das junge Tier durch Kirchheim – als Übung zur Ausbildung an der Kutsche. „Das Pferd soll lernen ruhig zu bleiben, auch wenn mehr los ist, wie viele Menschen und Lärm“, erklärte Julia Schulz. Mehrere Hunde begleiteten den Umzug, mal auf der Kutsche, mal als Mitläufer bei Reitergespannen. Eine gelungene Veranstaltung zu Ehren des heiligen Leonhard von Limoges, Schutzheiliger des Viehs und Pferdepatron.

Eine Bildergalerie vom diesjährigen Leonhardiritt finden Sie hier:

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74 Bilder
So begeisterte der Kirchheimer Leonhardiritt 2019
Bild: Ulla Gutmann
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