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Eppishausen

20.08.2019

MZ-Aktion: Der Gassenweg feiert erstmals Straßenfest

Die Bewohner des Gassenwegs in Eppishausen freuen sich, dass sie eins der drei MZ-Grillfeste in diesem Jahr gewonnen haben. Nicht mehr lang, dann werden die noch Teller mit Fleisch und selbstgemachten Salaten befüllt.
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Die Bewohner des Gassenwegs in Eppishausen freuen sich, dass sie eins der drei MZ-Grillfeste in diesem Jahr gewonnen haben. Nicht mehr lang, dann werden die noch Teller mit Fleisch und selbstgemachten Salaten befüllt.

Erstmals kommen beim Straßenfest im Eppishausener Gassenweg die Bewohner zusammen. Es wurde gefeiert, gegrillt - und dann gab es noch einen Schatz.

Als Tanja Wohlhaupter die Bewerbung für das MZ-Grillfest eingereicht hat, hat sie einfach einen Termin genannt, ohne zu wissen, ob ihre Nachbarn da überhaupt Zeit haben. Die Überraschung über den Gewinn war dann umso größer – und, das Schönste daran: Alle 22 großen und fünf kleinen Bewohner des Gassenwegs in Eppishausen nahmen sich die Zeit und genossen einen geselligen Abend mit von der Pfaffenhausener Storchenbrauerei gesponserten Getränken sowie Fleisch, Würstchen und Backwaren, von der MZ bezahlt.

Albert Keppeler hat 60 Jahre im Gassenweg gelebt

Zwischen drei und 83 Jahren alt sind die Bewohner des Gassenwegs, wobei der Älteste, Albert Keppeler, ja genau genommen gar nicht mehr in der Straße wohnt, in der er 60 Jahre seines Lebens verbracht hat. Nun wohnt er eine Straße weiter. Aber da seine Hühner immer noch im Gassenweg leben und er hier viel Zeit verbringt – nach Aussage seiner Frau schaut er fünfmal täglich nach dem Rechten –, war klar, dass auch er zum ersten Straßenfest seines Lebens eingeladen ist.

Zu diesem besonderen Anlass hat Keppeler sogar ein 70 Jahre altes Bild herausgesucht, das ihn als jungen Burschen mit einem Ochsen und zwei andere mit einer Sau zeigt. Früher hatte man eben viele verschiedene Tiere auf dem Hof, erinnert sich Albert Keppeler.

MZ-Aktion: Der Gassenweg feiert erstmals Straßenfest

Mit seinem Moped, das er damals zum Kühehüten gebraucht hat, ist er immer zu seiner Klara gefahren, die am anderen Ende des Ortes gewohnt hat. Auch sie ist heute beim MZ-Grillfest dabei und freut sich mit Rita Schneider, die ihren Hof dafür zur Verfügung gestellt hat, und Erhard und Inge „Heinzelmann und Heinzelfrau“, wie sie sich nennen, auf den Abend. Die Heinzelmanns wohnen im „letzten Haus vom Dorf und letzten Haus vom Gassenweg“: Die Straße geht am Ende in einen Feldweg über. Dank der neuen Flexibus-Haltestelle ist man hier aber nicht weit ab vom Schuss. Dass man wunderbar Hoigarta kann und mit jedem per Du ist, das mögen die Bewohner des Gassenwegs besonders gern.

Erwin und Steffi Schneider haben vor ein paar Jahren in Eppishausen gebaut

In den Garten ihrer Mutter beziehungsweise Schwiegermutter haben Erwin und Steffi Schneider ihr Haus gebaut, wo sie nun mit ihren drei Jahre alten Zwillingen Emma und Maximilian sowie Hündin Nala leben. Für Kinder ist der Gassenweg ein Paradies: etwas abschüssig (also perfekt für ein Autorennen), kein Durchgangsverkehr, und kaum ist man am Ende angelangt, steht man mitten in der Natur.

Ulrich Müller und Kerstin Ralf, die Eltern von Ella (5) und Tom (3), kommen aus Augsburg und Hamburg und wissen die ländliche Ruhe und den atemberaubenden Sternenhimmel am Ende der Straße zu schätzen. Die Familie ist vor dreieinhalb Jahren aus dem Landkreis Augsburg nach Eppishausen gezogen und fühlt sich sehr wohl: „Wir haben in Untermeitingen in zehn Jahren nicht so viele Leute kennengelernt wie hier in einem Monat“, sagt Müller. „Die Nachbarn kümmern sich, wenn man zum Beispiel im Urlaub ist, und da kannst du dich auch drauf verlassen.“

Der sechsjährige Tim hat eine Schatzsuche für das MZ-Grillfest organisiert

Verlassen kann man sich auch auf das Unterhaltungsprogramm von Tim, dem Sohn von Tanja und Robert Wohlhaupter. Der Sechsjährige hat nicht nur den Gassenweg-Wegweiser gebastelt, sondern extra für das MZ-Grillfest noch einen Schatz versteckt. Den ersten Hinweis der Schatzsuche entdecken die Kinder im Vogelhäuschen direkt über seiner Gartenhütte. Der Trupp macht sich auf den Weg – und findet letztlich das Ziel, an dem praktischerweise schon eine Schaufel bereitliegt. Tim hat noch einen wichtigen Hinweis für Ella parat, die sich schon die Schaufel geschnappt hat: „Pass auf, irgendwo sind da auch Feuerameisen.“

Rasch und gefahrlos können die Kinder letztlich den Schatz bergen und die darin enthaltenen Süßigkeiten vertilgen, bevor es ans Stockbrot-Grillen geht. Die Erwachsenen sitzen derweil zusammen und lassen es sich gut gehen. Sie wissen: Ein wahrer Schatz ist es, in einer Straße wie dem Gassenweg zu wohnen.

Auch wer nicht gewonnen hat, sollte ein Straßenfest feiern: An die Grills, fertig, los!

In Siebnach wurde das MZ-Grillfest zu einem kleinen Dorffest (mehr hier)

Lesen Sie hier, wer noch gewonnen hat: Hier steigen die MZ-Grillfeste

Hier kommen die Bilder vom Gassenweg-Fest in Eppishausen:

MZ-Aktion: Der Gassenweg feiert erstmals Straßenfest
53 Bilder
Gemütliches MZ-Grillfest im Gassenweg Eppishausen
Bild: Sandra Baumberger, Melanie Lippl


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