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Mindelheim

21.07.2020

MZ-Urgestein feiert Geburtstag: Glückwunsch, Willi Unfried!

Der langjährige MZ-Redakteur Willi Unfried wird heute 70.

Plus Der frühere MZ-Redakteur Willi Unfried wird heute 70. Wie ihn das Schicksal zur Zeitung brachte und was das Organisationstalent dort Gutes getan hat.

Man mag es kaum glauben: Wilhelm Unfried, Urgestein der Mindelheimer Zeitung, genießt bereits seit zehneinhalb Jahren seinen wohlverdienten Ruhestand. Seiner Lokalredaktion und seinen Leserinnen und Lesern ist er aber immer verbunden geblieben. Bis heute schreibt er regelmäßig für die MZ. Am heutigen Dienstag allerdings wird er wohl weder Stift noch Block zur Hand nehmen. Und den Fotoapparat nur deshalb, um all die Gratulanten im Bild festzuhalten, die ihn heute besuchen: Er wird heute 70.

29 Jahre und drei Monate gehörte Wilhelm Unfried der MZ an, zuletzt als stellvertretender Redaktionsleiter. Zum Journalismus war er über die Tätigkeit als Jugendleiter beim TSV Mindelheim gekommen: Hier wurden die ersten Berichte über Fußball verfasst. Später hat er sich immer stärker an den Sonntagen engagiert, um bei der Sportberichterstattung mitzuhelfen. Als Sportredakteur fing er dann bei der Mindelheimer Zeitung an. Dabei wollte er nach seiner Schulzeit eigentlich Lehrer werden. Unfried studierte Sozialpädagogik und Erziehungswissenschaften. Drei Jahre lang war er Lehramtsanwärter.

Nach dem Unfall des Redaktionsleiters wurde aus dem Sportreporter ein Lokalredakteur

Ab Oktober 1980 war er dann auf allen Sportplätzen im östlichen Unterallgäu zuhause. In dieser Zeit hat Unfried auch lokale Themen bearbeitet und die Betreuung der Orte Kirchheim und Markt Wald übernommen. Der schwere Unfall des damaligen Redaktionsleiters Jochen Mache machte es erforderlich, dass Unfried verstärkt in die Lokalberichterstattung einstieg. An seiner Stelle kam ein eigener Sportredakteur. Viele Jahre berichtete Unfried aus dem Kreistag und dem Stadtrat von Mindelheim und für eine gewisse Zeit auch aus Türkheim.

Von Anfang an setzte sich Willi Unfried für die Kartei der Not ein, das Leserhilfswerk unserer Zeitung. In diesem Zusammenhang entstanden große Aktionen: einmal das Schafkopfturnier in Pfaffenhausen, zweimal auf Ebene der MZ mit Kreisentscheiden sowie einmal auf Ebene der Augsburger Allgemeinen.

Willi Unfried hat viel Geld für Menschen in Not gesammelt

Ähnliches mit den Schützenaktionen: zunächst zweimal auf MZ-Ebene und später als Großaktion von Augsburger Allgemeine und Allgäuer Zeitung. Für die Kartei der Not hat Unfried in den 80er und 90er Jahren zahlreiche Sonderzüge organisiert, nach Regensburg, Heidelberg, mehrmals nach Schwaz und einmal sogar nach Tramin. „In einem Zug nach Schwaz konnten wir 1400 Leser mitnehmen“, erinnert er sich. Auch mehrere Großveranstaltungen im Mindelheimer Bierzelt hat er organisiert. Besonderes Anliegen war ihm die Berichterstattung vom Fasching, aber auch generell vom flachen Land. Als unvergesslichen journalistischen Höhepunkt beschreibt Willi Unfried den Prozess gegen den Sektenführer Josef Zanker von den Marienkindern.

Willi Unfried ist aber vor allem auch ein Mensch mit viel Herz. Er mag die Menschen. Wenn er mit ihnen über Gott und die Welt ratschen kann und dazu noch eine Blaskapelle spielt, gibt es nichts Schöneres für den Jubilar. Ihm gelten die besten Wünsche von seiner Lokalredaktion und vom familiengeführten Haus Hans Högel KG.

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