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Bad Wörishofen

13.12.2020

Märchenwald statt Weihnachtsmarkt in der Gartenstadt

Den verschlossenen Gartenbrunnen schmückt jetzt eine Krippe, die von einer Miniatureisenbahn umrundet wird.

Plus Eigentlich organisiert Daniel Löwenthal im Advent seit Jahren Weihnachtsmärkte in England. Wegen Corona fallen die heuer aus, und so kommen Dekoelemente und Lichterketten in Wörishofen groß raus.

Eigentlich hatte Daniel Löwenthal vor, auf dem Weihnachtsmarkt im britischen Leeds Glühwein auszuschenken, Bratwürste zu grillen, gebrannte Mandeln verkaufen. Auch wollte er große und kleine Besucher für deutsche Handwerkskunst begeistern. „Doch daraus wurde leider nichts“ bedauert er. Die Pandemie machten den Plänen des Juniorchefs vom Skyline Park einen dicken Strich durch die Rechnung. Die so gewonnene Zeit nutze er dazu, sein Haus in der Gartenstadt weihnachtlich herauszuputzen. Spaziergänger staunen nicht schlecht über das Glitzer-Paradies.

Daniel Löwenthal

Seit Jahrzehnten organisiert die Familie Löwenthal in Birmingham und Manchester Weihnachtsmärkte und liefert deutsches Brauchtum, auch nach Leeds. „Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass ich an Weihnachten mal zu Hause war“, erzählt Löwenthal.

Schmunzelnd erinnert er sich: „Anfangs hielten die Briten Leute die warmen Rotwein trinken für total verrückt und sie hielten alle Deutschen für Bayern, die mit Lederhose und Dirndl unterwegs sind“.

Wenn der Skylinepark Winterpause macht. ging es sonst nach England

Nach den Herbstferien, wenn der Skylinepark schließt, fahren die Löwenthals normalerweise nach England um dort Weihnachtsmärkte aufzubauen und zu beschicken. Mit von der Partie ist auch immer Daniel Löwenthals Schwester Nadine, die in Gondorf (Eifel) einen Freizeitpark unterhält und in diesem Jahr ebenfalls zu Hause bleiben muss.

So ganz mag Löwenthal aber auf die vorweihnachtliche stimmung auch in diesem Jahr nicht verzichten: „Weil Weihnachtsmärkte im November und Dezember seit vielen Jahren mein Zuhause sind und ich ständig von festlicher Deko umgeben bin, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und Haus und Garten am Sorgschrofen in Wörishofen in einen Märchen-Winterwald verwandelt, und das mit allem, was dazu gehört“.

In der Gartenstadt fährt eine Mini-Eisenbahn um die Krippe

Besonders ins Auge fällt eine große, festlich beleuchtete Weihnachtskrippe, die auf einem Brunnen installiert ist. Eine Minieisenbahn umrundet das Domizil der Heiligen Familie.

Bei der weihnachtlichen Inszenierung fehlen Nikolaus mit Schlitten und Rentieren ebenso wenig wie leuchtende Sterne, Schneemänner und zwei große, immergrüne Bäume, die rechteckig geschnitten und mit Schleifen versehen sind, sodass sie wie riesige Geschenkpakete aussehen. Auch zwei mannshohe Löwen dürfen nicht fehlen. Sie passen zwar nicht zur Weihnachtszeit, stehen aber für das Logo des Familienunternehmens und sorgen für weitere Farbtupfer im Garten. „Die Kinder und ihre Eltern, die sich täglich bei Dämmerung am Zaun unseres Anwesens die Nase platt drücken, sind restlos begeistert“, hat Löwenthal beobachtet.

Er bleibt per Videotelefonie in Verbindung

Er selbst feiert Weihnachten diesmal ganz besinnlich mit seinen Schwiegereltern. „Dass die ganze Familie mit etwa 20 Personen zusammenkommt, passt halt nicht“ sieht er ein, „Es gibt in Corona-Zeiten ja aber Gott sei Dank Telefone mit Face Time, mit denen man auch an den Feiertagen in Verbindung bleiben kann“, tröstet er sich.

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Bild: Mascha Brichta/dpa-tmn


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