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Geschichte

25.10.2019

Mahner für den Frieden

15 Fahnenabordnungen zogen in die Pfarrkirche Salgen ein.
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15 Fahnenabordnungen zogen in die Pfarrkirche Salgen ein.

Krieger- und Soldatenverein feiert in Salgen 100-Jähriges

Der Krieger- und Soldatenverein Salgen/Bronnen hat sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Bei schönstem Herbstwetter zogen 15 Fahnenabordnungen feierlich in die Pfarrkirche in Salgen ein. Pfarrer Josef Beyrer ging in seiner Predigt auf die Geschichte der Krieger- und Soldatenvereine und ihre Aufgabe als Mahner für den Frieden ein. Bei der Gedächtnisfeier am Kriegermahnmal erinnerte Vereinsvorsitzender Roland Hämmerle an die Opfer von Gewalt und Krieg. Er berichtete, dass der Veteranen- und Soldatenverein Pfaffenhausen und Umgebung 1871 gegründet wurde, dem auch Mitglieder aus Salgen und Bronnen und den anderen Gemeinden der Pfarrei Pfaffenhausen angehörten.

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Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1919 der Krieger- und Soldatenverein Salgen/Bronnen gegründet und eine Vereinsfahne angeschafft, die dem Verein auch heute noch vorausgeht. Während des Ersten Weltkrieges gab es 23 Gefallene aus Salgen und Bronnen, während des Zweiten Weltkrieges hatten die beiden Orte 60 Gefallene und Vermisste zu beklagen, was fast zehn Prozent der damaligen Bevölkerung ausmachte.

1967 errichteten die Kriegsteilnehmer aus Salgen und Bronnen das Kriegermahnmal und brachten dort den Spruch von Theodor Heuss „Sorgt ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe, Frieden zwischen den Menschen, Friede zwischen den Völkern!“ an. Der Krieger- und Soldatenverein zählt heute 160 Mitglieder von 19 bis 95 Jahren.

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Bei der Gedächtnisfeier wurden Erinnerungsbänder an den Vereinsfahnen angebracht, die zuvor von Pfarrer Beyrer gesegnet worden waren. Bei der Feier im Schützenheim bedankte sich Vorsitzender Hämmerle bei den vielen Helfern und konnte drei Mitglieder der Kriegsgeneration für ihre Vereinstreue mit einer Urkunde und einem Ehrenkreuz in Gold auszeichnen.

Der Geschäftsführer des Bezirksverbands Schwaben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Sebastian Weilbach, berichtete, dass sich der Volksbund um die Gräber der 2,7 Millionen Kriegstoten auf 832Kriegsgräberstätten in 46 Ländern der Erde kümmert. Noch heute werden jährlich mehr als 25.000 deutsche Kriegstote aus den Weltkriegen vom Volksbund geborgen.

Während des ganzen Tages konnte die im Rathaus aufgebaute Ausstellung über die 100-jährige Vereinsgeschichte besucht werden – was zahlreiche Bürger aus der Umgebung anlockte.

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