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Jugendkunstpreis

19.03.2015

Manchmal überrascht man sich selbst

Aus selbst angefertigten Zeichnungen schnitten Janine (links) und Kassandra (rechts) beim Ateliertag Teile aus und verwendeten sie unter Anleitung von Johanna Kieling (Mitte) als Teile einer großen Collage. Eine Technik, die für beide neu war.
Bild: Ritter

Die Gewinnerinnen Janine und Kassandra haben an einem Ateliertag mit Johanna Kieling ganz viel ausprobiert und gelernt

„Eigentlich dachte ich ja, wir würden Johanna Kieling mehr über die Schulter schauen“, wundert sich Kassandra Mütterlein, „aber wir haben sofort eine Aufgabe bekommen und den ganzen Tag etwas gemacht.“ „Ja, das war echt so viel, was wir getan und worüber wir geredet haben, und was wir dabei an Ideen und Eindrücken mitgenommen haben“, bestätigt Janine Unglert, „ich bin eigentlich immer noch am Verarbeiten.“

Natürlich haben die beiden nicht von 10 bis 16 Uhr durchgehend gemalt. Beim Ateliertag mit der Warmisrieder Künstlerin Johanna Kieling, den die beiden Erstplatzierten des Jugendkunstpreises der Kunststiftung Erich Schmidt gewonnen haben, gab es auch die Räumlichkeiten, die die beiden fasziniert haben oder das große Atelier mit seinen vielen Bildern zu bestaunen. „Wir sind auch spazieren gegangen und Frau Kieling hat uns viel über sich erzählt, ihre Ausbildung und über ihre Lehrer“, schwärmt die 18-jährige Kassandra. „Wir haben aber auch über uns geredet, was wir später mal machen wollen und welche Rolle die Kunst in unserem Leben spielt“, schildert die 17-jährige Janine.

Gänzlich anders als zum Beispiel im Kunstunterricht war es, Aquarelle zu malen ohne vorher mit dem Bleistift vorzuzeichnen. Auch andere Zeichnungen haben die beiden mit Stiften angefertigt, die man nicht mehr ausradieren konnte. „Wir sollten einfach den Kopf leer machen, einfach drauflos zeichnen, ohne groß zu überlegen und nachzudenken. Das war wirklich mal was ganz anderes. Man überrascht sich damit oft selbst, hat Frau Kieling gesagt und das stimmte auch“.

Auf die Frage, ob das Geld oder der Ateliertag der bessere Preis für die beiden war, antworten beide Schülerinnen spontan, dass sie eigentlich immer noch sprachlos darüber sind, dass sie überhaupt als Gewinnerinnen ausgewählt wurden. „Es ist einfach immer noch ganz unglaublich, dass unsere Bilder gewonnen hatten“. Die beiden anderen Gewinnerinnen waren Madeleine Radunz (dritter Preis) und Marion Berger (vierter Preis), die beiden hatten einen Ateliertag mit der Mindelheimer Künstlerin Gabriele Ritter gewonnen. Sie durften verschiedene Acryltechniken kennenlernen und auf Holz und Leinwand ausprobieren. Mit vielen neuen Ideen und Anregungen für ihr künftiges künstlerisches Schaffen und sehr gelungenen Kunstwerken im Gepäck, gingen die beiden Preisträgerinnen nach Hause. (fman)

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