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A92 in Niederbayern

08.10.2019

Mann aus Bad Wörishofen liefert sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd

Ein 48-jähriger Mann aus Bad Wörishofen löste einen Großeinsatz der Polizei aus.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Ein Dutzend Polizeifahrzeuge und ein Polizeihubschrauber versuchen, den Mann zu stoppen. Eine Polizistin rettet sich mit einem Sprung vor dem Fahrzeug des Mannes.

Eine Polizistin, die sich nur mit einem Sprung zur Seite retten kann, eine Flucht durch eine Rettungsgasse, drei beschädigte Fahrzeuge: Ein 48-jähriger Mann aus Bad Wörishofen hat am Sonntag einen Großeinsatz auf der A 92 in Niederbayern ausgelöst. Rund ein Dutzend Polizeifahrzeuge und ein Polizeihubschrauber waren nötig, um den Mann am Steuer eines Transporters zu stoppen.

Der Mann aus Bad Wörishofen versuchte, ein Polizeifahrzeug zu rammen

Beamte der Autobahnpolizei wollten den Transporter gegen 10.30 Uhr kontrollieren. Doch statt anzuhalten, versuchte der 48-jährige nach Angaben der Polizei, das Einsatzfahrzeug zu rammen. Auf seiner Flucht vor der Polizei verließ der 48-Jährige die Autobahn an der Ausfahrt Moosburg/ Isar und fuhr dann wieder in Richtung Deggendorf auf die A92 auf. Der Transporter stieß mit einem anderen Auto zusammen. Bei diesem Unfall wurde eine Frau in dem anderen Auto leicht verletzt. Als sich auf der A92 ein Stau bildete, fuhr der Bad Wörishofer mit seinem Transporter durch die Rettungsgasse, um der Polizei zu entkommen. „Am Ende der Rettungsgasse konnte sich eine Polizeibeamtin nach einem Anhaltversuch nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen“, teilt die Polizei mit. Die Polizistin blieb unverletzt.

Der Flüchtige verließ die Autobahn A92 und flieht zu Fuß

Gegen 11 Uhr verließ der 48-Jährige die Autobahn an der Ausfahrt Dingolfing Mitte, hielt an und versuchte zunächst zu Fuß zu flüchten. Nun griffen die Polizisten zu. Sie überwältigten den Mann und nahmen ihn fest. Dabei wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Wie sich herausstellte, war der Fahrer des Transporters angetrunken.

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Die Ermittler lassen den Verdacht der versuchten Tötung gegen den Wörishofer wieder fallen

Nach ersten Schätzungen beträgt der verursachte Sachschaden an den beschädigten Fahrzeugen rund 20.000 Euro: zwei Streifenwagen, das Privatfahrzeug und der Transporter des 48-Jährigen.

Die Kripo Straubing führt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut die weiteren Ermittlungen.

Über ein mögliches Motiv des Bad Wörishofers rätselt auch die zuständige Polizei gestern noch immer: Der Grad der Alkoholisierung sei mit einem Wert von knapp über der 0,5-Promille-Grenze auch nicht geeignet, einen solchen Ausraster zu erklären, meinte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. Unklar sei auch, ob der Mann seinen Führerschein beruflich so dringend braucht und ihm deshalb alle Sicherungen durchgebrannt sein könnten. Dies sei jetzt unter anderem Teil der Ermittlungen.

Der 48-Jährige wurde nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt, einen Haftbefehl habe man nicht beantragt, hieß es gestern. Zunächst hatte die Kripo wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Dies wurde wieder fallen gelassen. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Straßenverkehrsgefährdung und Trunkenheit im Verkehr gegen den Mann.

Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des 48-Jährigen ebenfalls genötigt oder gefährdet wurden, sollen sich bei der Kripo Straubing, unter der Telefonnummer 09421/868-0 melden. (mit alf)

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