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21.07.2010

Maristeninternat will Mädchen aufnehmen

Altlandrat und Kurator Hermann Haisch (2.v.l.) ehrte zusammen mit Vorstand Bernd Dössinger (re.) und Frater Michael Schmalz (li.) sozial engagierte Internatsschüler. Preisträger sind (v. l.): Roman Göppel, Adna Liedel, Stefan Pfitzmaier, Christian Barton, Severin Chrzan, Peter Weirather und Tomislav Milosevic. Nicht im Bild: Maximilian Hepp. Foto: Franz Issing
Bild: Franz Issing

Mindelheim Bei der Verleihung des Förderpreises des Maristenstiftung wurde Erstaunliches bekannt: Demnach will das Internat des Ordens künftig auch Mädchen aufnehmen. Das Internat will unter Leitung des Ordensmannes Michael Schmalz neue und revolutionäre Wege gehen. Neben der Aufnahme von Mädchen seien unter anderem Wohngruppen geplant. Die reine "Verwahranstalt mit Lernbetreung" gehöre endgültig der Vergangenheit an, machte Vorstand Bernd Dössinger deutlich. Vielmehr würden den Schülern heute vielfältige Möglichkeiten zur Persönlichkeitsbildung offeriert.

"Gemeinschaft lebt vom Einüben"

"Gemeinschaft lebt vom Einüben". Wie Dössinger stellte auch Kurator Hermann Haisch klar, was es mit dem Förderpreis der Maristenstiftung auf sich hat. Er stehe für ein lebenswertes Klima und sei die beste Empfehlung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Mit diesem "Pfund" lasse sich bei Einstellungsgesprächen gut wuchern, trägt die Urkunde doch die Unterschrift des früheren Kultusministers Thomas Goppel, von Weihbischof Anton Losinger, Altlandrat Hermann Haisch und Bürgermeister Stephan Winter. "Dienst am Nächsten" ist für die Ausgezeichneten kein leeres Wort, sondern gelebte Übung. In einer kleinen Feierstunde wurden acht Maristenschüler für ihr herausragendes soziales Engagement geehrt. Etwa 150 Kameraden klatschten ihren "Vorbildern" in der Unterkirche frenetisch Beifall, als denen Altlandrat Hermann Haisch den Förderpreis verlieh. Ausgezeichnet wurde: Roman Göppel, Adna Liedel, Stefan Pfitzmaier, Christian Barton, Severin Chrzan, Peter Weirather, Tomislav Milosevic und Maximilian Hepp. Die Preisträger hatten sich im letzten Schuljahr ganz im Sinne des Ordensgründers der Maristen, des Heiligen Marzellin Champagnat, um ihre Mitschüler im Internat gekümmert und dafür viel Freizeit geopfert.

So standen sie ihren Kameraden nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern versuchten sich auch als "Krisenmanager" bei Streitigkeiten und packten an, wo immer Hilfe nötig war. Die Liste ihrer sozialen Taten und guten Werke ist lang. Auch die Einführung von neuen Internatsschülern gehört dazu.

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Stiftung lebt und wächst durch das Ehrenamt

Die Maristenstiftung lebt und wächst mit Spenden und dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer. Sie unterstützt Schüler, deren Eltern ohne Schuld in finanzielle Not geraten sind und das Geld eine optimale Ausbildung ihrer Sprösslinge nicht aufbringen können.

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