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Unterallgäu

24.11.2019

Massenschlägerei: So erlebte der Party-Veranstalter den Abend

Das Juze in Irsingen ist eines der größten seiner Art in der Region. Um seinen Unterhalt zu finanzieren, veranstaltet der Jugend- und Brauchtumsverein rund zehn Partys pro Jahr.

Plus Mindestens zehn Gäste prügeln vor dem Jugendzentrum aufeinander ein. Zwei Jugendliche werden dabei schwerer verletzt. Das sagt der Party-Veranstalter.

Gewaltig aus dem Ruder gelaufen ist eine Party des Jugend- und Brauchtumsvereins Irsingen am Samstag im Jugendzentrum (Juze). „Am Wochenende werden wir ordentlich abfeiern“, hatten die Veranstalter am Donnerstag voller Vorfreude auf ihrer Facebook-Seite geschrieben und wohl nicht im entferntesten damit gerechnet, dass ihre „Two-Area-Party“ mit zwei DJs derart eskalieren könnte. Denn wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West mitteilt, gingen gegen Mitternacht mindestens zehn Partygäste vor dem Jugendzentrum aufeinander los. Ein junger Mann wurde der Polizei zufolge bewusstlos geprügelt und ein zweiter ebenfalls schwerer verletzt. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung. Warum die jungen Leute aufeinander losgegangen sind, war am Sonntag noch unklar.

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Der Ärger zwischen den Jugendlichen hat wohl schon im Jugendzentrum angefangen

Laut Felix Baumann, dem Schriftführer des Jugend- und Brauchtumsvereins, war es aber wohl schon im Juze zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Der Sicherheitsdienst, ohne den der Verein schon seit längerem keine Party mehr veranstaltet, sei dann jedoch eingeschritten und habe die Gäste gebeten, das Juze zu verlassen. Dass sie ihren Streit draußen fortsetzten, habe zunächst niemand bemerkt.

Beamte der Polizeiinspektionen Bad Wörishofen und Mindelheim beendeten die Handgreiflichkeiten schließlich, hatten aber auch danach noch alle Hände voll zu tun. Nachdem sich die Wogen geglättet hatten, sei es im Juze nämlich erneut zu einem tätlichen Angriff gekommen: Ein 32-Jähriger habe demnach versucht, die Sicherheitskräfte mit einer Glasflasche zu bewerfen. Zwar traf er niemanden, trotzdem wird gegen ihn nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

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Das sagen die Party-Veranstalter zu den Zwischenfällen

Eine weitere Anzeige erwartet einen 24-Jährigen, der auf dem Fahrrad unterwegs war und den Polizisten wegen seiner unsicheren Fahrweise auffiel. Wie sich herausstellte, hatte er über zwei Promille Alkohol intus. Deutlich zu tief ins Glas geschaut hatte schließlich auch eine 24-Jährige, die noch zu ihrem Auto torkelte, dort aber bewusstlos zusammenbrach und vom Rettungsdienst ebenfalls ins Krankenhaus gebracht wurde. Weil laut Polizei Alkohol in allen Fällen eine große Rolle spielte, wird nun für jede der beteiligten Personen ein Bericht an die Führerscheinstelle verfasst.

Die Veranstalter, die am Sonntag mit den Aufräumarbeiten beschäftigt waren, bedauern die Vorfälle zutiefst. Um das Juze, das größte seiner Art in der Region, unterhalten zu können, veranstaltet der Jugend- und Brauchtumsverein durchschnittlich zehn Partys pro Jahr. Dabei habe es noch nie Zwischenfälle in diesem Ausmaß gegeben. Gleichzeitig betont der Verein auch, dass die Party „zu 99 Prozent friedlich abgelaufen“ sei und alle Auflagen bezüglich Jugendschutz und Sperrstunde eingehalten worden seien. „Wir können nicht mehr tun“, so Baumann, der um das Image seines Vereins fürchtet und deshalb auch eine Stellungnahme im Internet veröffentlicht hat. Am Ausschank gelte die klare Regel, dass erkennbar Betrunkene keinen Alkohol mehr bekommen. Allerdings hätten wohl einige der insgesamt rund 200 Gäste Alkohol mitgebracht und diesen auf dem Parkplatz vor dem Juze getrunken.

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