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Unteralgäu

29.01.2021

Mehr Arbeitslose im Unterallgäu – aber nicht nur wegen Corona

Wer ein Jobangebot von der Agentur für Arbeit bekommt, muss sich in aller Regel auch darauf bewerben.
Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

13.900 Allgäuer haben derzeit keinen Job. Warum der Kreis Unterallgäu in der Arbeitslosenstatistik dennoch vergleichsweise gut dasteht.

Zum Jahresbeginn hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Allgäu merklich erhöht: Im Januar hatten fast 13.900 Menschen keinen Job, das sind 1500 mehr als im Dezember und 3270 mehr als im Januar 2020. Die Arbeitslosenquote im Allgäu liegt aktuell bei 3,6 Prozent. Grund für den Anstieg ist aber nicht nur die Corona-Pandemie.

Einen weiteren Teil trägt auch die Witterung bei. „Im Januar erlebt der Arbeitsmarkt seit vielen Jahren die stärkste Belastung. Schnee und tiefe Temperaturen verhindern viele Arbeiten im Freien und eine Reihe von Kräften wird aufgrund des Quartalsendes entlassen“, sagt die Leiterin der Allgäuer Arbeitsagentur Maria Amtmann. Die verlängerten Corona-Beschränkungen hätten heuer zu weiteren Entlassungen geführt, „dennoch halten erfreulicherweise sehr viele Unternehmen weiter an ihren Mitarbeitern fest“, so Amtmann – auch dank Kurzarbeit.

Trotz der gestiegenen Arbeitslosigkeit herrschte im Januar auf dem Arbeitsmarkt kein Stillstand: Gut 980 Menschen starteten in eine neue Beschäftigung, etwa als Erzieher, Altenpfleger oder Logistiker. Gut 760 neue Jobs gab es im Januar, 170 weniger als im Dezember.

Bezogen auf den Landkreis Unterallgäu liegt die Arbeitslosenquote im Januar bei 2,7 Prozent. 2296 Unterallgäuer haben derzeit keinen Job. Die Quote gehört weiter zu den niedrigsten in Deutschland. Im Wirtschaftsraum Mindelheim liegt die Quote bei 3,1 Prozent und damit niedriger als im Allgäu. Das liegt auch daran, weil die Region weniger vom Tourismus und mehr vom verarbeitenden Gewerbe geprägt ist, das weniger stark von Corona-Einschränkungen betroffen ist.

Vom Infektionsgeschehen und den Einschränkungen hängt die Zukunft des Arbeitsmarkts ab. Er wird in den kommenden Wochen wohl nur allmählich zu alter Stärke zurückfinden, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsagentur. Die Übergangsphase sollten Betriebe und Beschäftigte zur beruflichen Qualifizierung sinnvoll nutzen, um rechtzeitig für strukturelle Anpassungen gerüstet zu sein.

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