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11.04.2015

Mehr Gelassenheit erwünscht

Landrat Weirather

Landrat widerspricht den Vorwürfen von Kreisrat Helfert

Die Äußerungen von SPD-Kreisrat Michael Helfert, in denen er den Eindruck erweckt, dass in den Kreis-Seniorenwohnheimen des Landkreises Wirtschaftlichkeit vor Menschlichkeit gestellt werde (Artikel in der Donnerstagsausgabe der Mindelheimer Zeitung), weist Landrat Weirather scharf zurück.

Im Heim in Türkheim etwa werde laut Weirather jeden Tag beste Arbeit für die Bewohner geleistet. Die Pflegequalität werde regelmäßig extern begutachtet und sei nach den Beurteilungen der Sachverständigen ausgezeichnet. Ganz selbstverständlich werde die gesetzlich vorgeschriebene Fachkraftquote eingehalten. Wer ein Mehr an Fachkräften fordert, müsse auch eine Antwort zur Finanzierung geben. „Eine Situation in der wir aus Steuermitteln Leistungen finanzieren, die private Anbieter per se gar nicht erwirtschaften können, würde zu einem Wettbewerbsnachteil für freigemeinnützige Träger führen. Dies kann doch nicht ernsthaft die Intention von Herrn Helfert sein“, so Weirather.

Schon heute biete das Kreis-Seniorenwohnheim St. Martin weit überdurchschnittlich viele Einzelzimmer an, wovon einzelne für den Übergangszeitraum von baulich bedingten Einschränkungen doppelt belegt seien. „Nach den Umbaumaßnahmen werden wir wieder über 90 Prozent Einzelzimmer bereitstellen und uns damit weiterhin vom Durchschnitt aller Anbieter positiv abheben,“ erklärt Weirather. Der Altbau des Kreis-Seniorenwohnheims wird derzeit für 4,75 Millionen Euro erweitert und generalsaniert. „Das Kreis-Seniorenwohnheim wird umfassend modernisiert“, so Weirather.

„Wenn Kreisrat Michael Helfert mit seinen Aussagen den Eindruck erweckt, dass uns die Pflegequalität nicht wichtig sei, dann ist das zum einen sachlich nicht richtig und durch Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen eindeutig widerlegbar“, so Weirather. Zum anderen fügten solche Aussagen dem Heim und ihren Mitarbeitern erheblichen Schaden zu, für die Herr Helfert die Verantwortung trage. Entgegen den fahrlässigen Behauptungen von Herrn Helfert sei zum Beispiel im gesamten ersten Quartal kein einziger Bewohner mit Pflegestufe 3 aufgenommen worden.

Die Personalgewinnung im pflegerischen Bereich sei aufgrund der Arbeitsmarktsituation im Moment nicht einfach. Mit diesem Problem habe jedes Heim zu kämpfen.

„Bei einem freigemeinnützigen Träger interessiert ein Personalwechsel kaum jemand, ich würde mir deshalb auch bei den Kreis-Seniorenwohnheimen mehr Gelassenheit wünschen“, ergänzt Weirather.

Wichtig sei, dass die pflegerische Versorgung bestmöglich gewährleistet ist. Dies sei in allen Heimen des Landkreises stets der Fall.

Und Landrat Hans-Joachim Weirather stellt weiter klar, dass er sich für ausgeglichene Bilanzen nicht rechtfertigen werde: „Wenn wir so weit sind, dass man uns den verlustfreien Betrieb eines Heimes vorwirft, dann lasse ich mich dafür gerne kritisieren.“ (mz/ara)

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