Newsticker

US-Forscher: Weltweit eine Million Corona-Tote seit Beginn der Pandemie
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Mehr Sonnenenergie durch kaltes Wasser

05.03.2009

Mehr Sonnenenergie durch kaltes Wasser

Mindelheim l katha l Beim Siemens-Schüler-Wettbewerb am vergangenen Montag hat es dieses Jahr leider nicht zum Sieg gereicht, jetzt liegen die Hoffnungen bei "Jugend forscht", wo Michael Förg (17) und Benjamin Kutter (18) vom Maristenkolleg heute in Schongau gleich mit zwei Projekten antreten.

Mit ihrem Projekt "Effizienzsteigerung von Photovoltaik und thermischen Solaranlagen durch Kopplung" haben die beiden Kollegiaten schon vor zwei Jahren bei " Jugend forscht" teilgenommen, allerdings war das Projekt damals noch nicht so ausgereift wie heute, sagen die Tüftler. Beim Siemens-Schülerwettbewerb 2008 haben sie damit aber dennoch den Hauptpreis abgeräumt.

Dieses Jahr wollen die beiden es mit einer verbesserten Version noch einmal wissen. "Den meisten ist gar nicht bekannt, dass die Photovoltaikanlagen auf ihrem Dach durch Erwärmung an Leistung verlieren. Wir haben das nachgewiesen und uns eine Lösung überlegt", berichtet Michael routiniert. Das Zauberwort heißt "Kühlung". Die zwei jungen Physiker haben verschiedene Kühlmethoden getestet und die effektivste auf eine große Solarzelle montiert. Dieses Jahr haben sie diese Kühlvorrichtung noch verbessert, indem sie jetzt Hohlkammerpanele verwenden, durch die Wasser läuft. Damit konnten sie einen Leistungszuwachs von 20 Prozent bei 30 Grad Kühlung erreichen. Der Kühlkreislauf wird durch einen sogenannten Stirlingmotor angetrieben.

Ein Vorschlag zur Maximierung von Energiegewinnung durch Sonne wäre für Michael und Benjamin eine Kombination aus einem solarthermischen Modul mit einem Photovoltaikmodul.

Mehr Sonnenenergie durch kaltes Wasser

Auf die Idee für ihr zweites Projekt brachte sie ihr Physiklehrer Thomas Hecht mit einem Buch über Stirlingpumpen. Da sie im oben beschriebenen Projekt schon mit einem Stirlingmotor arbeiteten, dachten sie sich: "So etwas könnten wir ja auch mal bauen."

Ihr Anspruch war dabei, eine Pumpe zu bauen, die einfach und billig in der Herstellung ist. "Man könnte so eine Pumpe bei kleinen Landwirtschaften einsetzen, zum Beispiel in Entwicklungsländern, oder sie als Umwälzpumpe verwenden", erklärt Benjamin ihre Vorstellungen. Auch hier nutzen die beiden Tüftler zum Antrieb Sonnenenergie.

Die Pumpe funktioniert ähnlich wie der Stirlingmotor. Sie basieren grob gesagt beide auf dem Prinzip der Ausdehnung von Gasen bei Erwärmung. Bei der Stirlingpumpe wird ein Rohrring mit Wasser befüllt und auf einer Seite Wärme zu- und auf der anderen Seite abgeführt. Durch den entstehenden Unterdruck wird das Wasser angesogen und es entsteht ein Pumpkreislauf.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren