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Mindelheim

21.07.2020

Mesnerhaus: Corona und morsche Balken bremsen die Sanierung

Am historischen Mesnerhaus in der Pfarrstraße in Mindelheim fallen bald die Gerüste. Das Gebäude firmiert künftig unter „Zentrales Verwaltungsgebäude der Pfarreiengemeinschaft Mindelheim“ und wird im März 2021 eröffnet.

Plus Das alte Mesnerhaus in Mindelheim wird von Grund auf erneuert. Ein Eröffnungstermin steht trotz der Verzögerung der Bauarbeiten schon fest.

Das historische Gebäude-Ensemble um die Pfarrkirche St. Stephan ist bald um ein Schmuckstück reicher. Seit etwa 15 Monaten sind Bauhandwerker und Dachdecker damit beschäftigt, das jahrelang leer gestandene Mesnerhaus aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Will heißen: Die Umbau- und Sanierungsarbeiten in und an dem geschichtsträchtigen Gebäude sind derzeit in vollem Gange.

Eigentlich sollte schon im Juli dieses Jahres neues Leben in dem alten Haus pulsieren. Doch Corona bremste den Baufortschritt und verzögerte die Renovierung erheblich. Und was noch dazukam: Die Instandsetzung des Dachstuhles erwies sich als weit aufwendiger als anfangs gedacht. Am Gebälk hatte mehr als erwartet der Zahn der Zeit genagt. Da mussten viele morsche Balken ausgetauscht werden, was sich auch nicht von heute auf morgen machen ließ.

Dekan Andreas Straub (rechts) und Verwaltungsleiter Thomas Weinzierl präsentieren Fragmente des morschen Gebälks im Dachstuhl des Mesnerhauses. Viele Balken mussten dort ausgetauscht werden.

Am 14. März 2021 soll das neue alte Mesnerhaus wiedereröffnet werden

So musste die Wiedereröffnung des Mesnerhauses, das künftig unter dem Namen „Zentrales Verwaltungsgebäude der Pfarreiengemeinschaft Mindelheim“ firmiert, auf den 14. März 2021 verschoben werden. Zur Segnung der Räume wird Generalvikar Harald Heinrich erwartet.

Notwendig wurden der Umbau und die umfassende Sanierung des Gebäudes nach Gründung und Errichtung der Pfarreiengemeinschaft Mindelheim mit ihren acht Gemeinden und zwei Filialen. Parteiverkehr und Verwaltungsarbeit nahmen überhand und zum Ansprechpartner in Sachen „Sanierung des Mesnerhauses“ für Architekt und Projektmanager der Diözese wurde von der Kirchenstiftung Verwaltungsleiter Thomas Weinzierl bestellt. Als „rechte Hand“ von Dekan Andreas Straub ist er über den Stand der Bauarbeiten und über die künftige Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes gut informiert.

Ein Großteil von Umbau und Restaurierung ist bereits erledigt. Sämtliche Rohbauarbeiten sind abgeschlossen, neue Fenster und Trockenbauwände gesetzt. Ausgeführt sind bereits auch die Verputz- und Elektroarbeiten und auch ein Aufzug ist eingebaut. Derzeit wird die Fußbodenheizung verlegt.

Derzeit verlegen Handwerker in den unteren Räumen des Mesnerhauses die Fußbodenheizung.

Das Mindelheimer Pfarrbüro ist im Erdgeschoss untergebracht

Im Erdgeschoss ist das Pfarrbüro als Anlaufstelle für die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft untergebracht. Ebenfalls parterre und im ersten Obergeschoss ziehen in die Büros pastorale Mitarbeiter, Seelsorger, Kirchenpfleger und Verwaltungskräfte ein. Das zweite Obergeschoss wird als Priesterwohnung ausgebaut. Dort zieht im nächsten Jahr der indische Geistliche Pater Roy ein, der im Kreuzkloster eine vorläufige Bleibe gefunden hat.

So sieht die Finanzierung für die Sanierung aus

Dekan Andreas Straub ist von der sinnvollen Nutzung des Mesnerhauses sehr angetan. „Wir brauchen eine gut funktionierende Verwaltung, die mir und meinen Mitbrüdern im priesterlichen Dienst den Rücken freihält, denn unser Kerngeschäft ist nach wie vor die Seelsorge.“ Der Stadtpfarrer hofft, dass das sanierte Gebäude in der Pfarrstraße zu einer Drehscheibe wird und die Gläubigen dort bei persönlichen Gesprächen ihre Sorgen und Probleme loswerden können. Was noch zu erwähnen ist: Die Finanzierung des Umbau-Projektes ist gesichert. Die mit 1,5 Millionen Euro veranschlagten Kosten übernimmt zu einem Großteil die Bischöfliche Finanzkammer in Augsburg.

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