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Bad Wörishofen

23.11.2020

Messerstecher nach Bluttat in Bad Wörishofen wegen Mordversuchs angeklagt

Ein Mann, der in Bad Wörishofen drei Frauen mit einem Messer verletzt haben soll, muss sich vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Memmingen klagt ihn unter anderem wegen Mordversuchs an.
Foto: Alexander Kaya

Plus Nach einer blutigen Attacke mit einem Messer im Mai in Bad Wörishofen verschärft die Staatsanwaltschaft den Vorwurf. So geht es den drei Opfern heute.

Nach einem Gewaltexzess gegen Frauen in Bad Wörishofen muss sich ein 47-Jähriger wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Memmingen hat Anklage erhoben, wie Behördensprecher Thorsten Thamm unserer Redaktion sagte.

Der Mann, der am 24. Mai in Bad Wörishofen auf drei Frauen eingestochen haben soll, sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft. Daran habe sich bislang auch nichts geändert, sagte Thorsten Thamm. Dass der 47-Jährige als dringend tatverdächtig gelte, hatte die Polizei bereits nach der Bluttat an einem Sonntag mitgeteilt.

Der Verdächtige sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft

Schon am Montag nach der Tat ordnete eine Richterin die Untersuchungshaft an, wegen des Verdachts des dreifachen versuchten Totschlags. Diese Vorwürfe wurden nun noch einmal verschärft. Die Anklage laute auf versuchten Mord und versuchten Totschlag, es geht um insgesamt drei Fälle. So berichtet es Thamm. Der 47-Jährige hatte sich zunächst selbst nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Auch Monate nach der Tag habe sich daran nichts geändert, berichtet Thamm. Der 47-Jährige schweigt weiter zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.

Mit einem Küchenmesser wurden drei Frauen in Bad Wörishofen teils schwer verletzt

Bei dem Angriff mit einem Küchenmesser an einem Sonntagvormittag in Bad Wörishofen wurden die 34-jährige Lebensgefährtin des Mannes, deren Mutter sowie eine Nachbarin schwer verletzt. Die Mutter sei zudem mit Schlägen verletzt worden, teilten die Ermittlungsbehörden im Mai mit. Die 8-jährige Tochter der 34-Jährigen floh zu einer Nachbarin in dem Mehrfamilienhaus. Die Staatsanwaltschaft geht weiterhin davon aus, dass ein Familienstreit der Tat vorausging.

Die Lebensgefährtin des 47-Jährigen konnte am Tag nach der Attacke aus der stationären Behandlung des Krankenhauses entlassen werden, in das sie nach dem Messerangriff gebracht wurde. Die beiden anderen Frauen wurden dort noch länger behandelt. Ihre Verletzungen seien schwer, hieß es im Mai. Beide Frauen waren zunächst nicht vernehmungsfähig.

Thorsten Thamm berichtet nun, dass es den drei Opfern des Angriffs mittlerweile wieder besser gehe. Eine der Frauen sei wieder nach Bulgarien zurückgekehrt, um sich dort weiter behandeln zu lassen. Wann der Prozess gegen den 47-Jährigen beginnt, ist noch nicht öffentlich bekannt.

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