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Babenhausen

20.11.2019

Millionenschwerer Zuschuss fürs Schloss Babenhausen

Das Fuggerschloss in Babenhausen soll saniert werden. Den Knackpunkt stellt die Finanzierung dar.

Der Bund will die Sanierung des Fuggerschlosses und des Zehentstadels mit 6,5 Millionen Euro fördern

Offenbar steht Babenhausen ein Geldsegen ins Haus: Der Bund will für die breit angelegte Sanierung des Fuggerschlosses und des Fugger’schen Zehentstadels zusätzlich insgesamt 6,5 Millionen Euro bereitstellen. Das gab der hiesige Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein (CSU) gestern am frühen Abend bekannt. Demnach teilt sich die Förderung auf: 2,5 Millionen Euro sollen der Renovierung des Schlosses zugutekommen und vier Millionen Euro der Sanierung und Umnutzung des Zehentstadels.

Nüßlein hatte sich nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten „hinter den Berliner Kulissen“ dafür eingesetzt, dass nun erstmalig Mittel über den Bundeshaushalt 2020 fließen, den der Bundestag beschlossen hat.

Die gesamte Sanierung in Babenhausen kostet 40 Millionen Euro

Die 2,5 Millionen Euro für das Babenhauser Fuggerschloss könnten für die zwischen 2020 und 2022 geplante Sanierung des Ostteils des Neuen Schlosses eingesetzt werden. Allein dieses Teilprojekt verschlingt laut Nüßleins Mitteilung rund 5,4 Millionen Euro. Insgesamt würden auf den Inhaber des Schlosses – die Fürstenfamilie Fugger – mehr als 40 Millionen Euro an Renovierungskosten zukommen. 2025 solle das Schloss, das auf das Jahr 1237 zurückgeht, dann wieder in altem Glanz erstrahlen.

Baurechtlich getrennt zu sehen von dem eigentlichen Fuggerschloss ist der Zehentstadel, der laut Nüßlein von der Marktgemeinde Babenhausen verwaltet wird. Der Kommune werden vier Millionen Euro in Aussicht gestellt, womit der Zehentstadel in den Jahren 2020 bis 2022 zu einem Veranstaltungs- und Kulturzentrum umgebaut werden soll. Das Gesamtprojekt werde mehr als acht Millionen Euro kosten, heißt es. Mit dem nun vom Bund veranschlagten Zuschuss wäre also die Hälfte finanziert. Dazu Babenhausens Bürgermeister Otto Göppel: „Ich freue mich, dass der Bund unser Projekt Zehentstadel so hoch fördert. Es versetzt uns in die Lage, diese für Babenhausen gewaltige Investition anzugehen.“

Wie Nüßlein ausführt, waren bislang nur punktuelle Förderungen durch das Denkmalschutzsonderprogramm des Bunds möglich, welche aber deutlich unter einer Million Euro lagen. Dann habe man die Idee verfolgt, Schloss und Zehentstadel über den Einzeletat für Kultur und Medien zu fördern.

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