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26.03.2009

Mindelau: Vereine sollen vom Konjunkturpaket profitieren

Mindelheim/Mindelau Auch die Kreisstadt möchte vom Kuchen des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung etwas haben. Deswegen legte Bürgermeister Dr. Stephan Winter seinen Räten in der jüngsten Stadtratssitzung mehrere Projekte vor, mit denen die Stadt in den "Verteilungskampf" gehen wird. Darunter ist auch ein Haus der Vereine in Mindelau.

Der Bürgermeister dämpfte aber die Erwartungen. Für den Regierungsbezirk Schwaben stehen 204 Millionen Euro zur Verfügung. Ein Drittel davon gehen in laufende Förderprogramme, die aufgestockt werden. Für den Landkreis verbleiben dann noch etwas mehr als zehn Millionen Euro, die die Regierung von Schwaben "gerecht" verteilen will. Die Verwaltung habe sich deswegen entschieden, nicht mit Großprojekten anzutreten und den Schwerpunkt auf die Schulen und deren energetische Sanierung zu legen:

l Turnhalle über dem Hallenbad: Hier geht es um die Dach- und Bodensanierung sowie um den Brandschutz. Das darunter liegende Hallenbad wurde aus der Liste herausgenommen, da es nicht nur schulisch genutzt wird.

l Grundschule: Sanierung des alten Flügels aus den 50er Jahren. Hier geht es um Energieeinsparung.

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l Hauptschule: Sanierung des Westflügels (Dach etc.)

l Bau eines Vereinsheimes mit integriertem Feuerwehrhaus in Mindelau.

Winter machte deutlich, dass bei einer Nichtberücksichtigung die Vorhaben "nicht gestorben" seien, sondern man werde versuchen, sie über andere Fördertöpfe zu finanzieren. Natürlich sei das Konjunkturprogramm von der Förderhöhe sehr interessant.

So werde man das Projekt Mindelau auch über die Dorferneuerung laufen lassen. Mit dem Bau gehe der Kauf der ehemaligen Gaststätte "Zur Traube") einher (rund 168 000 Euro). Der Saal bleibe stehen, das alte Wirtshaus werde abgebrochen. Dr. Winter ließ durchblicken, dass man nicht zuletzt wegen Ablauf der Kaufoption gegenüber der Erbengemeinschaft tätig werden müsse. Die Kaufsumme sei bereits in frühere Haushalte eingestellt und somit erledigt.

Ortssprecher Hubert Klaus erläuterte das Vorhaben, das für die Dorfgemeinschaft sehr wichtig sei. Weiter gehe es auch um den Ortseingang. Nicht zuletzt deswegen hätten sich die Vereine für den Umbau und nicht für einen Neubau am Sportgelände entschieden. Die Zufahrt zur Staatsstraße werde im Zuge der Baumaßnahmen entschärft. Insgesamt zehn kleinere oder größere Vereine würden in dem Haus ein Zuhause finden.

Der Veranstaltungssaal im Westen bleibe stehen, alles andere werde abgerissen. Das Erdgeschoss des Neubaues gehöre der Feuerwehr, in die darüber liegenden Stockwerke gebe es Räumlichkeiten für die Gymnastikgruppen, Faschingsgesellschaft und Bulldogclub sowie die Kirchenverwaltung. Die Schützen erhalten neue Schießstände und am Saal würde eine neue Küche angebaut.

Winter erläuterte die Finanzierung: 100 000 Euro bringen die Vereine in bar ein, 80 000 Euro gibt es als Förderung für die Feuerwehr und die Mindelauer werden Eigenleistungen in Höhe von 250 000 Euro erbringen. Außerdem werden die Vereine noch ein Darlehen in Höhe von 100 000 Euro aufnehmen.

"Von der Stadt wird dann noch ein Zuschuss in Höhe von rund 289 000 Euro erwartet", sagte der Bürgermeister. Diese Mittel könnten auf mehrere Haushaltsjahre verteilt werden.

Die Vereinsförderung bewege sich im Rahmen der Maßnahmen in Westernach und Nassenbeuren, so Winter weiter. Der Bürgermeister wies auch darauf hin, dass der Ortsteil Mindelau sich bisher in puncto Forderungen sehr zurückgehalten habe. Und auch Huber Klaus bat abschließend die Räte um Zustimmung zu dem Konzept.

Abgestimmt werden konnte nicht, weil dieser Punkt kurzfristig auf die Tagesordnung genommen wurde. Die Fraktionen signalisierten aber Zustimmung, sodass der Bürgermeister die Kaufurkunde für das Anwesen Schropp unterzeichnen kann.

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