Newsticker
Bundesregierung stuft mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Mindelheimer Busunternehmen plant Entdeckungsreise in die Region

Unterallgäu

25.07.2020

Mindelheimer Busunternehmen plant Entdeckungsreise in die Region

Johannes Steber packte am Ufer des Hopfensees seine Trompete aus, ehe die Fahrt über Bethlehem und die Teufelsküche direkt ins Paradies führte.
Bild: Steber

Plus Das Mindelheimer Reiseunternehmen Steber nutzte die Corona-Einschränkungen zu einer ganz besonderen Reise in die Allgäuer Region.

Corona hat besonders die Reisebranche durcheinandergerüttelt. Wochenlang ging nichts mehr. Urlaubsfahrten waren, wenn überhaupt möglich, stark eingeschränkt. Das hat auch das Mindelheimer Unternehmen Steber-Tours empfindlich getroffen. Busfahrten ins Ausland fielen reihenweise aus. Steber hat sich aber nicht beirren lassen. Es war der Startschuss für eine Busfahrt, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat.

Mundschutz und Desinfektion im Bus wegen Corona

Frisch desinfiziert und mit Mundschutz gesichert ging sie los, die erste Busreise nach Corona von Steber-Tours. Von Höllberg in Richtung Rufen fuhr Firmenchef Wolfgang Steber persönlich, der auch die Idee für die Reise zu den ungewöhnlichsten Orten in unserer Region hatte.

Als Reiseleiter sprang der Allgemeinarzt Dr. Georg Steber ein und sorgte mit unterhaltsamen und spannenden Geschichten für eine fantastische Stimmung unter den Passagieren. Die Fahrt führte weiter nach Mailand, das allerdings nicht in Norditalien liegt, sondern bei Leutkirch. Der Storch, der sein Nest auf dem „Mailänder Dom“ hat, begrüßte die Mindelheimer mit Flügelschlagen.

Der nächste Halt war die Galluskapelle. Ein Wanderweg führt auf eine kleine Anhöhe und bietet eine wundervolle Aussicht bis zu den Schweizer Alpen. Johannes Steber stimmte die Gäste mit einem Trompetenkonzert gleich auf den nächsten Ort ein, die Ewigkeit.

Fahrerisches Können ist gefragt

Dies ist ein idyllischer Weiler in der Nähe von Leutkirch. Er ist so klein, dass Georg Steber sich beeilen musste, seine Geschichte zur Ewigkeit zu erzählen, ehe diese durchquert war.

Anschließend ging es durch das herrliche Kürnachtal nach Kempten. Dort wartete ein Biergarten mit alten, großen Kastanienbäumen zur Mittagspause auf die Gäste. Auch für einen kleinen Stadtbummel, mit einem Eis, war noch Zeit, bevor es weiter ging zu einem geheimen Ort.

Ein Ort, auf dessen Straßenschild steht: Freie Republik… Den Ort nennen wir lieber nicht, denn er ist so etwas Besonderes, dass nicht Jeder hinfahren muss. Nur so viel, es brauchte durchaus fahrerisches Können von Wolfgang Steber, um die Reisenden dort sicher und souverän hinzuchauffieren. Ein zwei Meter langer riesengroßer Hefezopf mit Marillenmarmelade und Preiselbeeren wurde als leckere Überraschung an die Reisenden zum Kaffee gereicht. Eine Überraschung in so einer wundervollen Umgebung – es gibt kaum schönere Orte im Allgäu!

Trompetenspiel vor beeindruckender Kulisse am Hopfensee

Gestärkt und erfreut ging es weiter zum schönen Hopfensee. Auch wenn der Fahrer mit Schalk meinte, die Fahrgäste nun zum Ursprung des Bieres zu fahren…

Johannes Steber packte noch einmal seine Trompete aus und gab vor der wundervollen Kulisse am Hopfensee ein kleines Konzert. Über Betlehem und die Teufelsküche ging es weiter ins Paradies, wo eine weitere Überraschung auf die Reisenden wartete. Welche, bleibt ein Geheimnis, denn die Reise kam so gut an, dass sie noch mehrmals gefahren wird.

Eine Mitfahrerin meinte am Ende: „Die Anzeige in der Zeitung war so ein bisschen verrückt – aber das ist sie ja auch, unsere Zeit: verrückt.“ Und da kommen solche Reiseangebote gerade zur richtigen Zeit. Die Menschen müssen nicht weit fahren, um viel zu erleben. Vielleicht ist sie das, die neue Normalität, von der alle sprechen? (mz)

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren