Newsticker

Corona-Krise: EU-Finanzminister einigen sich auf 500-Milliarden-Wirtschaftspaket
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Mit Kneipp die eigenen Abwehrkräfte stärken

Bad Wörishofen

20.03.2020

Mit Kneipp die eigenen Abwehrkräfte stärken

Ein Fußbad nach Kneipp kann jeder leicht zuhause machen.
2 Bilder
Ein Fußbad nach Kneipp kann jeder leicht zuhause machen.
Bild: Tobias Hartmann

Der Kneippärztebund Bad Wörishofen gibt Tipps – und sagt auch, was für Ältere nun wichtig ist.

Alle reden von Corona – auch der Präsident des Kneippärztebundes in Bad Wörishofen, Dr. Heinz Leuchtgens. Sein Focus liegt allerdings nicht nur auf den Vorbeugemaßnahmen wie der dringend gebotenen Vermeidung von sozialen Kontakten und Abstand halten. Er gibt vielmehr Tipps, wie jeder auf natürliche Wiese zusätzlich für sich selbst vorbeugen kann.

Kneippanwendungen lautet das Stichwort. Leuchtgens: „Wichtig ist die Durchblutungsverbesserung im Nasen-/Rachenraum. Dies kann man machen mit einem lauwarmen Fuß- oder Armbad.“ Wie es geht, sagt Leuchtgens auch: In einem Bottich mit lauwarmem Wasser oder im Waschbecken mit lauwarmen Wasser taucht man die Füße oder die Unterarme ein, lässt über zwei bis drei Minuten heißes Wasser nachlaufen bis es sich richtig warm anfühlt. Und fertig. Anschließend werden Füße oder Arme abgestreift oder abgetupft. Das Ganze reicht einmal am Tag. Leuchtgens: „Durch das Fußbad oder das Armbad wird die Durchblutung insgesamt angeregt. Sie überträgt sich auf den ganzen Körper. Studien haben sogar gezeigt, dass somit nicht nur die Nasen- und Rachenschleimhaut besser durchblutet wird sondern auch die Bronchien.“

Will man noch eins draufsetzen, gibt man dem Wasser ätherische Öle zu, wie Thymian, Kampfer oder Fichte.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Richtig trinken will gelernt sein

Zudem rät Leuchtgens, viel zu trinken um die Schleimhäute feucht und intakt zu halten. Damit könnten Viren und andere Bakterien nicht so leicht eine Angriffsfläche finden: „Eine feuchte Schleimhaut hat eine bessere Abwehrfunktion als eine trockene Schleimhaut.“ Was man trinkt, etwa Wasser, sollte lauwarm sein oder Zimmertemperatur haben, weil man davon am meisten trinken kann. Alternativ kann man auf Eukalyptusbonbons oder Kräuterbonbons zurückgreifen oder ätherische Öle einatmen, wie das japanische Heilpflanzenöl. Bewährt sind auch Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel. Das alles diene der Durchblutung der Rachenhinterwand, die bevorzugt von den Corona-Viren angegriffen wird.

Doch wie kann man überprüfen, ob man genug getrunken hat? Leuchtgens: „Am besten schaut man sich nach jedem Toilettengang seinen Urin an. Ist er orangefarben, dann muss man gleich etwas trinken. Ist es ein klarer Urin, dann hat man genug Flüssigkeit zu sich genommen.“ Noch ein wichtiger Punkt, der in der Corona-Debatte etwas untergeht: Neben Corona drohen dem Menschen auch andere Infektionskrankheiten, wie die Grippe. Leuchtgens: „Menschen, die gegen Grippe geimpft sind kommen besser gegen den Corona-Angriff an als Ungeimpfte. Das zeigen aktuelle Zahlen.“ Warum? „Ganz einfach, weil der Körper nicht an zwei Fronten gleichzeitig kämpfen muss – also Grippe und Corona.

Ob es ratsam ist, sich jetzt noch gegen Grippe impfen zu lassen will Leuchtgens nicht beurteilen, schließlich dauert es 14 Tage bis so ein Impfschutz wirksam wird. Zu einer Impfung rät er allerdings unbedingt noch: „Ganz wichtig ist im Moment, dass sich über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen gegen Lungenentzündung mit Pneumokokken impfen lassen.“ (it)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren