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31.10.2009

Mit Photovoltaik die Jugend schützen

Pfaffenhausen (jsto) - Die Marktgemeinde mit dem Storchen im Wappen macht immer wieder mit ungewöhnlichen Ideen von sich reden. Die jetzt im Marktrat vorgestellte ist in besonderer Weise innovativ. Die Gemeinde bürgt für einen Verein, damit dieser eine Photovoltaikanlage bauen kann. Ziel: Der Verein soll so regelmäßige Einnahmen erzielen können, um auf sogenannte Sauffeste verzichten zu können. Die Förderung erneuerbarer Energien dient hier also dem Jugendschutz.

Konkret hatte der TSV Pfaffenhausen angefragt. Die Kasse ist klamm, die Heizung kaputt, der Rasenmäher am Ende. 27 216 Euro werden dafür benötigt. Hier will der Markt helfen. Zusätzlich bat Thomas Leinauer als Vorsitzender des TSV um eine gemeindliche Bürgschaft in Höhe von 78 000 Euro. Das Geld, das über einen Kredit der örtlichen Raiffeisenbank fließt, dient dazu, auf dem Stockschützenheim eine Photovoltaikanlage zu errichten.

Marktgemeinderat Michael Ripke begrüßte die Idee nachdrücklich. "Wir müssen wegkommen von Sauffesten", betonte er. Die Vereine seien oft gezwungen, solche Feiern auszurichten, weil dies die einzige Chance sei, ausreichend Gelder einzunehmen. Deshalb sei es richtig, dem TSV mit der Anlage zu einer sicheren Einnahmequelle zu verhelfen. Auch Bürgermeister Roland Krieger unterstrich, dass er Feste ablehne, wo man viel trinken müsse. Vereine seien die Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens, "das haben wir alle begriffen", sagte Krieger weiter. Ein ähnliches Modell hat die Gemeinde Pfaffenhausen übrigens bereits in Schöneberg verwirklicht.

"Diese Woche Seite 23

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