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Rammingen

13.05.2020

Mit Schmunzelsteinen auch in Rammingen durch schwierige Zeiten

Post bekamen alle Ramminger Bürgerinnen und Bürger:Carolin Ledermann und Stefanie Natterer sammelten die Geschenke ein, die von rund 1000 Mädchen und Buben der Ramminger Grundschule gebastelt worden waren.

Plus Die SoS-Nachbarschaftshilfe fertigt und verschickt Gesichtsmasken und Geschenke für die Ramminger Senioren.

In diesen Zeiten freut man sich über jede Abwechselung. Und wenn es „nur“ ein Brieflein ist. Post erhielten in den vergangenen Tagen alle Ramminger Bürger über 65 Jahre. Die Nachbarschaftshilfe SoS (Sei ohne Sorge) nutzte die Veranstaltungsunterbrechung für eine Aktion: Kinder sollten für die Senioren etwas basteln oder malen, hinzu kam noch ein Schreiben der Gemeinde und des Vereines und außerdem bastelte noch eine Seniorin praktische Nasen-Mund-Masken.

Die Ramminger Kinder bastelten und die Ramminger Senioren freuten sich riesig

Somit war allen geholfen: Die Kinder konnten ihre Freizeit sinnvoll gestalten, der Verein sich in Erinnerung bringen und die Senioren hatten was zu lesen.

Post bekamen alle Ramminger Bürgerinnen und Bürger (Fotos links): Carolin Ledermann und Stefanie Natterer (Archivbild Mitte) sammelten die Geschenke ein, die von rund 1000 Mädchen und Buben der Ramminger Grundschule gebastelt worden waren (Fotos rechts).

Die Veranstaltungen im Rathaus sind fast zum Erliegen gekommen, die Treffs der Seniorenhilfe dürfen nicht mehr stattfinden. Also überlegten Carolin Ledermann, Stefanie Natterer und Susanne Häusler wie sie trotzdem Kontakt zu ihren Schützlingen halten und wie man diesen eine Freude bereiten könnte.

Post bekamen alle Ramminger Bürgerinnen und Bürger (Fotos links): Carolin Ledermann und Stefanie Natterer (Archivbild Mitte) sammelten die Geschenke ein, die von rund 1000 Mädchen und Buben der Ramminger Grundschule gebastelt worden waren (Fotos rechts).
Post bekamen alle Ramminger Bürgerinnen und Bürger (Fotos links): Carolin Ledermann und Stefanie Natterer (Archivbild Mitte) sammelten die Geschenke ein, die von rund 1000 Mädchen und Buben der Ramminger Grundschule gebastelt worden waren (Fotos rechts).
Post bekamen alle Ramminger Bürgerinnen und Bürger (Fotos links): Carolin Ledermann und Stefanie Natterer (Archivbild Mitte) sammelten die Geschenke ein, die von rund 1000 Mädchen und Buben der Ramminger Grundschule gebastelt worden waren (Fotos rechts).

Ein Aufruf an die Kinder fiel auf fruchtbaren Boden. Fast 100 Kinder beteiligten sich an der Aktion und gaben im Büro der SoS-Hilfe über 200 Geschenke ab. „Wir wurden regelrecht überrollt“, freute sich Carolin Ledermann und staunte mit ihren Helferinnen über die Kreativität der Kinder, denen es anscheinend Spaß machte, in der Schul- und Kindergarten freien Zeit etwas bewegen zu können.

Viele Kinder malten Bilder, wobei Regenbogen und Tiere beliebte Motive waren. Auch über Bilder mit Schutzengeln konnten sich die Senioren freuen.

Daneben wurden Mobile gebastelt und Gläser bemalt. Aber der Renner waren Schmunzelsteine. Hier kurz die Geschichte von den Schmunzelsteinen: „In einem Dörflein lebten viele fröhliche Zwergenmenschen. Immer, wenn sie einander eine Freude bereiten wollten, schenkten sie ein Schmunzelsteinchen. Das beschenkte Menschlein freute sich, schmunzelte, weil ihn der Schmunzelstein anschmunzelte, war fröhlich und wusste, der andere mag mich ... So war es immer. Jeder Zwergenmensch schenkte dem anderen ein Schmunzelsteinchen und bekam auch immer wieder eins geschenkt. Und die kostbaren Steinchen der Freude gingen niemals.“

Eine Näherin aus Rammingen wollte ihren Mitbürgern eine Freude machen

Allerdings gab es auch einen Griesgram, der den Zwergen die Freude verderben wollte. Und weil den Initiatorinnen die Geschichte so gut gefiel, legten sie diese dem Brief samt Geschenken bei. Rund 250 Briefe hat die Nachbarschaftshilfe SoS in den letzten Tagen verteilt. Zuvor musste der Inhalt gesammelt und verpackt werden. Und außerdem gab es noch ein weiteres sehr praktisches Geschenk. Jedem Brief lag eine selbst genähte Mund-Nasen-Maske bei, wie man sie jetzt beim Einkaufen tragen soll. Eine Näherin, die nicht genannt werden will, hat die Masken in vielen Stunden zu Hause genäht und den Sozialkümmerern zur Verfügung gestellt. Die Frau wollte ihren Mitbürgern eine Freude bereiten.

„Um auch den Kindern eine kleine Freude zu machen, die ja sehr tapfer die momentanen Entbehrungen ertragen müssen, haben wir auch ihnen in Form eines Päckchens eine kleine bunte Überraschung in den Briefkasten gelegt,“ verrät Carolin Ledermann. Alle Bilder seien natürlich anonym verpackt worden, insofern die Namen nicht direkt auf den Bildern standen.

„Wir hoffen, dass wir mit unserer Aktion etwas Freude in die „Corona genervten Haushalte bringen konnten“, meint Carolin Ledermann abschließend zu der Aktion. Sie hoffe natürlich mit ihrer Helferschar, dass bald wieder der Alltag einkehrt und man wieder zu den gewohnten Hilfsdiensten und Veranstaltungen im Gemeindehaus zurückkehren kann.

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