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Türkheim

24.04.2020

Mit Zuversicht und solidem „Festgeldkonto“ durch die Krise

Für Kläranlage muss die Verwaltungsgemeinschaft Türkheim im laufenden Jahr größere Summen ausgeben.

Plus Die vier VG-Gemeinden Amberg, Rammingen, Türkheim und Wiedergeltingen können sich sogar auf eine teilweise Rückerstattung ihrer Beiträge freuen.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Türkheim mit ihren Mitgliedsgemeinden Amberg, Rammingen Türkheim und Wiedergeltingen steht auf finanziell gesunden Beinen und kann trotz turbulenter Corona-Zeiten und vieler daraus resultierender Unsicherheiten in der Finanzplanung positiv in die Zukunft blicken.

Auch im neuen Jahr muss die VG Türkheim keine Schulden machen

Davon ist jedenfalls VG-Kämmerer Claus-Dieter Hiemer überzeugt, der den Bürgermeistern und Mitgliedern der VG-Versammlung jetzt einen soliden Haushalt vorlegen konnte. Schon seit Jahren ist die Verwaltungsgemeinschaft schuldenfrei und wird auch im neuen Haushaltsjahr keine Kredite aufnehmen, versicherte Hiemer.

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Mit Zuversicht und solidem „Festgeldkonto“ durch die Krise

Die Sitzung fand aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen zur Einhaltung der Abstandsempfehlunge in den Sieben-Schwaben-Saal der Mittelschule Türkheim statt. Vor dem Blick in das laufende Haushaltsjahr ging der Blick zurück in das Jahr 2019, für das Hiemer die Jahresrechnung vorlegte.

„Mit dem Verlauf des Jahres 2019 kann die Gemeinschaftsversammlung sehr zufrieden sein“, so Hiemer. Für Verwaltungsaufgaben und die Abwasserbeseitigung habe deutlich weniger ausgegeben werden müssen als ursprünglich geplant. Allein beim Betrieb der Kläranlage habe ein Betrag von mehr als 36.000 Euro eingespart werden können. Davon profitieren jetzt die Kassen der vier VG-Gemeinden, die sich über eine anteilsmäßige Rückerstattung freuen können. Im Bereich der Verwaltung wurde ebenfalls kräftig gespart und dadurch 68.000 Euro weniger ausgegeben als kalkuliert.

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Angesichts dieser positiven Zahlen musste die VG-Kämmerei nicht wie geplant in die Rücklagen greifen, sodass die Verwaltungsgemeinschaft weiterhin rund 190.000 Euro auf dem „Sparbuch“ hat. „Das stellt eine gute Grundlage für das Haushaltsjahr 2020 dar“, so Hiemer. Angesichts dieser Bilanz war es keine Überraschung, dass die Versammlung die Jahresrechnung 2019 einstimmig genehmigte.

Im Vergleich ist die Umlage in der VG Türkheim niedrig

Um den ungedeckten Finanzbedarf von mehr als 1,1 Millionen Euro decken zu können, erhebt die VG Türkheim für seine 11.817 Einwohner eine Umlage von 99 Euro pro Einwohner von den Mitgliedsgemeinden im Haushaltsjahr 2020. VG-Kämmerer Claus-Dieter Hiemer zog den Vergleich zu anderen Verwaltungsgemeinschaften in Bayern und im Landkreis Unterallgäu, die demnach bei einem durchschnittlichen Umlagebetrag von 130 bis 140 Euro pro Einwohner liegen. „Der Wert der VG Türkheim kann sich gut k sehen lassen“, so Hiemer. Angesichts weiter steigender Kosten, vor allem im Personalbereich, müsse die Umlage im Vergleich zum Vorjahr um 3,50 Euro pro Einwohner erhöht werden.

Notwendige Investitionen müsse die VG im laufenden Jahr überwiegend im Bereich der Abwasserbeseitigung tätigen. Neben kleineren Sanierungsarbeiten an der Pumpstation in der Uferstraße und an der Kläranlage selbst, schlage vor allem die Erneuerung des Gasbehälters mit gut 200.000 Euro im Haushalt zu Buche. Insgesamt summieren sich die Investitionen auf rund 358.000 Euro. Auch hier zeigten sich die Gemeindevertreter mit dem Zahlenwerk zufrieden, sodass der Haushalt ohne Gegenstimme genehmigt wurde.

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