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Benefizkonzert

07.12.2013

Mit großer Spielfreude Gutes tun

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3 Bilder
Glänzende Solisten: Alice Fuder (Sopran) und Patrick Henrichs (Trompete).

Schüler und Lehrer der Sing- und Musikschule Bad Wörishofen erfreuen das Publikum mit einem vorweihnachtlichen Konzert auf hohem Niveau. Die Spenden gehen an Sozialprojekte des Rotary Clubs

Bad Wörishofen Adventszeit ohne festliche Klänge, das mag sich kaum jemand so recht vorstellen. Sie gehören dazu wie das Amen in der Kirche. Wie bei einem vorweihnachtlichen Konzert, zu dem die Irmgard Seefried Sing- und Musikschule Bad Wörishofen und der Rotary Club Bad Wörishofen in die Pfarrkirche St. Justina eingeladen hatten. Schüler und Lehrer traten im Altarraum des Gotteshauses, wie auch auf der Empore auf, wo sie in wechselnder Besetzung die Zuhörer mit festlicher Musik auf die Weihnachtszeit einstimmten.

60 Minuten lang wetteiferten Blechbläser mit Orgel, Gitarren, Querflöten, Klarinetten und Klavier. „Macht hoch die Tür“ stimmte zum Entree das Blechbläser-Ensebemble an, während Julian Schmolke, von Karl Stepper einfühlsam am Klavier begleitet, seinem Instrument beim langsamen und anspruchsvollen Satz aus dem Trompetenkonzert in Es-Dur von Joseph Haydn eine bemerkenswerte Klangfülle entlockte. Bemerkenswert, wie schön der junge Solist ganz im Stil der Wiener Klassik phrasierte und auch in hohen Lagen sicher agierte.

Klarinetten „sangen“ den Abendsegen aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck und eine Flötengruppe begleitete „Maria auf ihrem Weg durch den Dornwald“. Mit der Weise „In dulci jubilo“ weckte sie einmal mehr Vorfreude auf Weihnachten. Einen besonderen Farbtupfer ins Programm brachten die kleinen Sänger der musikalischen Grundausbildung. „Wir sagen euch an den lieben Advent“ sangen sie hell, natürlich und mit viel Begeisterung.

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Stilsicher und reich an Artikulation kamen der erste und zweite Satz aus der „Triosonate C-Dur“ von Jaques Martin Hotteterre daher. Gundolf Schattenmann, Kathrin Lapsit-Hanel (Blockflöte) sowie der Organist Karl Stepper verhalfen der Komposition zu Glanz. Dem wollten die Gitarristen Sonja Cebuly, Franziska Weihaupt und Winfried Probst nicht nachstehen. Mit ihren Saiteninstrumenten und „drei ungarischen Weihnachtsgesängen“ zeichneten sie farbige Klangbilder. Dies gelang auch dem mehrfachen Preisträger Christopf Pfluger mit der Blockflöte und seiner Schwester Sarah am Klavier. Das Duo fiel durch wunderschöne musikalische Einfälle auf.

Für weitere Höhepunkte sorgten die Sopranistin Alice Fuder und der Trompeter Patrick Henrichs. Die beiden Solisten entführten die Konzertbesucher in die Welt der Klassik. Da musizierten zwei Künstler mit großer Ausstrahlung. Das Publikum staunte über beinahe halsbrecherische Koloraturen, die mit Leichtigkeit bewältigt wurden. Die beiden begeisterten auch durch ihre Stiltreue bei der Bach-Komposition „Jauchzet Gott in allen Landen“. Die war auch bei Händels „Let the bright Seraphim“ zu erleben. Die Musikschule tat gut daran, für ihr Gedenkkonzert an die Wörishofer Sängerin Irmgard Seefried mit Alice Fuder eine junge Künstlerin und Preisträgerin zu engagieren, die gerne mit Musikpädagogen bei Konzerten zusammenarbeitet.

Nicht vergessen werden soll die „Low-Brass-Gruppe“, die mit dem Marsch „Die Planeten“ von Gustav Holst vor allem beim Wechselspiel und mit typisch englischen Klangmustern überzeugte. Carina Wachter am Horn spielte ihren Part mit Leichtigkeit und führte die Linien klar durch das Werk. Anja Völler, Edit Gazsarovszky und Karl Stepper spielten dann engagiert das „Affetuoso aus Trio in C“ von Joachim Quantz. Bewundernswert, wie sich da zwei Querflöten mit dem Register der Orgel mischten. So entstand der Eindruck, als würde das Werk nur auf einem Instrument gespielt. Der große Beifall machte es Präsident Herbert Stork leicht, die Besucher um eine Spende für die sozialen Projekte des Rotary-Clubs zu bitten. (iss)

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