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14.07.2010

Müller-Markt will bei Einbußen reagieren

Mindelheim Der Müller-Markt in der Maximilianstraße ist einer der wichtigsten Anziehungspunkte der Altstadt überhaupt. Anders gesagt: Müller strahlt auf umliegende Geschäfte aus und bringt ihnen Kunden.

In der Debatte um die künftige Nutzung der Obstwiese an der Krumbacher Straße ist also von erheblicher Bedeutung, welche Folgen der Bau eines neuen Supermarktes für den Müller-Markt hat. Investor Peter Pletschacher hatte vor dem Stadtrat gesagt, in dem Nahversorger sollten auch Drogerieartikel verkauft werden - ein wesentliches Element bei Müller.

Die Geschäftsleitung von Müller in Ulm erklärte nun auf Anfrage der MZ, der Mietvertrag für das Gebäude an der Maximilianstraße laufe noch bis zum 31. Dezember 2012 mit zwei Optionen von jeweils zwei Jahren. "Sollten sich unsere Geschäfte in Mindelheim verschlechtern beziehungsweise sich in naher Zukunft Umsatzeinbrüche bemerkbar machen, so können und werden wir diese Optionen sicher nicht ausüben beziehungsweise in Anspruch nehmen", erklärte Patricia Haug für die Geschäftsleitung von Müller. Auf jeden Fall werde das Unternehmen den Markt in Mindelheim beobachten, um rechtzeitig eine entsprechende Entscheidung treffen zu können.

Pletschacher stellt seine Pläne heute nochmals der CSU vor

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Die CSU dekliniert das Thema Obstwiese am heutigen Mittwoch in all ihren Facetten noch einmal durch. Investor Peter Pletschacher will seine Pläne im Gasthof Stern den Mitgliedern der CSU Mindelheim vorstellen, wenn es von 20 Uhr an "Rund ums Rathaus" heißt. Am kommenden Montag, 19. Juli, will der Stadtrat dann von 18.30 Uhr an in öffentlicher Sitzung entscheiden, ob er ein Sondergebiet Obstwiese ausweist und damit eine Verkaufsfläche von 1800 Quadratmetern zulässt. Derzeit darf auf dem Gelände ein Nahversorger von maximal 800 Quadratmetern entstehen.

Die Stellungnahme von Gutachter Dr. Wolfgang Heider erwartet Bürgermeister Dr. Stephan Winter am heutigen Mittwoch. Die Fraktionen im Stadtrat will Winter darüber noch heute unterrichten. "Ich bin genauso gespannt wie Sie", sagte der Bürgermeister. Er gehe davon aus, dass die Maximalpläne von Investor Pletschacher keine Mehrheit im Stadtrat finden werden. Er sei für einen nachhaltigen, lebensfähigen und guten Markt, betonte der Bürgermeister und nicht für einen mit 1800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Entscheidend für Winter ist, was der Gutachter sagt

800 Quadratmeter seien die Untergrenze für einen Markt, den die Stadt zulassen müsste. Für Winter sei entscheidend, was der Gutachter zu den Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Altstadt sagt. Wenn der Allgäuer Straße etwas vom Unsatz weggenommen würde, sei das ein Ziel des Stadtrates, das so auch im Einzelhandelskonzept formuliert wurde. "Wir wollen die Innenstadt nicht schädigen", stellte Winter klar. Vom Gutachter erwartet der Bürgermeister eine klare Aussage darüber, wie viel Verkaufsflächen auf der Obstwiese zugelassen werden können. Die Einschätzung von Gutachter Heider will Winter bereits auf der CSU-Veranstaltung heute Abend vorstellen. (jsto)

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