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Konzert I

20.11.2019

Musik als Auszeit vom Alltag

Veronika Keglmaier und Mattias Klimmer musizieren mit viel Humor.
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Veronika Keglmaier und Mattias Klimmer musizieren mit viel Humor.

Große Vielfalt und beste Stimmung mit „Flez Orange“ in der Klangwerkstatt

„Raum ist in der kleinsten Hütte“ schrieb schon Friedrich Schiller. Wie wahr! Das bestätigte sich wieder einmal beim Konzert von „Flez Orange“ in der Klangwerkstatt von André und Annette Schubert in Markt Wald. Dicht an dicht standen Bänke und Stühle. Schon eine Stunde vor Beginn standen die Gäste vor der Eingangstüre. Als sich der Raum immer mehr füllte, meinten die fünf Musiker, sie würden gerne draußen bleiben. Sie kennen ja das Programm und so wären weitere fünf Plätze frei. Dass sie Humor haben, zeigte sich während des Abends in vermehrtem Maße.

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Und wieso „Flez Orange“? Eine direkte Übersetzung ihres Ensemble-Titels gibt es wohl nicht. Doch „Flez“ kommt aus dem Bairischen Wortschatz und bedeutet sinngemäß Hausgang oder Flur. Also immer den Flur entlang und hinein ins Vergnügen! Und die Farbe Orange? Sie symbolisiert Optimismus, Lebensfreude, wirkt aufbauend, kräftigend, positiv und in jeder Weise gesundheitsfördernd. Also war dieser kraftspendende Vortrag der fünf aktiven Musikanten eine echte Zeit der Erholung vom Alltag.

Hier wurde sehr viel gelacht. Frontmann des Ensembles, Matthias Klimmer, riss bei seinen Programmansagen nicht nur die Gäste sondern auch seine Mitstreiter mit. Er war stets auf Augenhöhe mit seinen Kollegen. Sie harmonierten hervorragend miteinander. Klimmer selbst glänzte nicht nur als Conferencier, sondern auch an seiner Klarinette, Gitarre, mit Klebeband wieder hergestellten Blockflöte und mit Gesang. Ihm zur Seite stand Veronika Keglmaier. Sie spielte die „erste und einzige“ Geige und sang mit. Am hellblauen Schlagzeug war es Maximilian Maier, der immer den richtigen Takt angab. Als der „Neue“ im Ensemble zeigte der Dirigent des Landesjugendakkordeonorchesters, Stefan Fußeder, seine flotten Noten am Akkordeon. Musiktherapeut Jochen Rössler am E-Bass und mit Gesang vervollständigte das Quintett. Außerdem ist er Koch und hatte das Lächeln für sich gepachtet. Mit von der Partie war auch „Car Nikolaj“. Dabei gab sich Matthias Klimmer mit echt sowjetischer Mütze und angedeutetem Kasatschok dem russischen Flair hin. Es zog ein Zirkus durch die Klangwerkstatt-Manege, sie verfielen in „Lethargie“ mit der anspruchsvollsten Langsamkeit im Zeitlupentempo bei Gesang und der Musik. Sie lauschten dem „Woidwind“ und ließen „Krama Annamire“ ihre blutigen Erlebnisse schildern, natürlich im heftigsten bairischen Dialekt. Veronika „zauberte“ einen kleinen Stoffhasen von ihrem Kopf in den Hut und sie besangen „Ali Baba“. Zu Gehör kamen unterschiedlichste Stilrichtungen. Klezmer, Folk, Polka, Jazz, Reggae und Rock wechselten sich ab. Die Gäste zeigten ihre große Begeisterung auch beim Schlager von Vicky Leandros „Ich liebe das Leben“. Matthias Klimmer sang mit Inbrunst und herrlicher Überzeugung. (sid)

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