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Konzert

31.03.2018

Musik zum Hören und Fühlen

Die Breitenbrunner Musikanten boten bei ihrem Jahreskonzert im Haus der Vereine sowohl mit ihren Instrumenten sowie teils auch mit ihren Stimmen einen besonderen Ohrenschmaus.
Bild: Sabine Adelwarth

Die Musikkapelle Breitenbrunn beweist nicht nur an den Instrumenten großes musikalisches Können

Einen virtuosen Hörgenuss boten die Breitenbrunner Musikanten beim diesjährigen Jahreskonzert. Obwohl das Konzert um eine Woche verschoben werden musste, konnten sich die Musiker über ein volles „Haus der Vereine“ freuen. Dirigentin Daniela Seitz war vor zwei Wochen kurzfristig erkrankt und konnte die letzten intensiven Probestunden nicht mehr abhalten. „Ich bedanke mich bei all meinen Musikerinnen und Musikern sowie bei meinem Stellvertreter Reinhard Ammann, der den Taktstock in die Hand nahm und die Proben dirigierte, sodass ich mich auskurieren konnte“, bedankte sich Daniela Seitz. Und das Konzert bewies, dass sie auf ihre Musikanten wirklich stolz sein kann.

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Die Chemie zwischen ihnen und der Dirigentin stimmt. Das wurde gleich zu Beginn mit der Eröffnungsfanfare „Toward the bright future“ hörbar. Hier kamen Timing und Spielkraft beim mehrmaligen Tempowechsel bestens rüber. Viel Gefühl war beim emotionalen Stück „Pachelbel’s Canon“ gefragt. Doch die Harmoniefolge stellte für das Bläserensemble kein Problem dar und es ging gleich mit den zauberhaften Klängen des „Zauberers von Oz“ weiter.

Bei der bekannten Ballade „Music“ von John Miles zeichneten sich die starken Kontraste der verschiedenen Register ab. „Ruhige Passagen und schnelle Tempiwechsel sind typisch für das Stück“, erläuterten die beiden Moderatorinnen Michaela Weigele und Theresa Bisle. „Music was my first love“ (Musik war meine erste Liebe) heißt es in dem beliebten Song und diese Liebe wurde auch auf der Bühne spürbar.

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Heiße Rhythmen gab es dann bei „Jambo Africa“, mit dem die Musiker die Zuhörer in die afrikanische Steppe entführten. Das lebensfrohe Stück brachte die pure Spielfreude der Musiker zu Gehör. Dass die Blaskapelle dabei alle möglichen improvisatorischen Fähigkeiten ausnutzte, wurde bei den verschiedenen afrikanischen und tierischen Klängen deutlich. Dabei zeigten Reinhard Ammann, Peter Huber und Lothar Schuster vom Hörnerregister auch stimmlich, was in ihnen steckte. Lang anhaltender Applaus war der Lohn für das gelungene Stück.

Mit dem schwungvollen Marsch „Kaiserin Sissi“ imponierten die Musiker ebenso wie mit der „Anna Polka“ und dem „Maxglaner Zigeunermarsch Reloaded“. Eindrucksvoll demonstrierten die beiden Trompetensolisten Jakob Dilba und Tobias Jehle bei der Ballade „La Rosa“ ihr Können. Als Michaela Weigele das Mikrofon ergriff und den Gesang zum Stück „A thousand years“ der beliebten Filmreihe „Twilight“ lieferte, gab es Gänsehautmomente. Die klangvolle Polka „Hinter der Garage“ wurde ebenfalls durch Michaela Weigele und Gerhard Rogg gesanglich abgerundet.

„Mich juckt’s gleich in den Beinen, hier hört man nicht nur Musik, hier fühlt man sie“, waren die lobenden Worte von ASM-Vorstandsmitglied Martin Jall zum gelungenen Konzert. Wie sehr es den Zuhörern gefallen hat, machte der lang anhaltende Beifall deutlich und das Publikum erklatschte sich somit noch zwei Zugaben: Jakob Dilba, Robert Bisle und Michaela Weigele sangen den Blasmusikhit „I kenn di von mein Handy“ – sehr zur Freude und Belustigung des Publikums. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte die gefühlvolle Melodie von „Guten Abend, gute Nacht“.

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