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Mindelheim

13.01.2020

Nach dem Großbrand: Bei Weikmann beginnt der Abriss

Bei der Firma Weikmann haben die Abbrucharbeiten begonnen.
Bild: Stoll

Plus Ein halbes Jahr ist der Großbrand bei der Mindelheimer Firma Weikmann her. Nun wird das Gebäude abgerissen. Das passiert dort und so ist der Zeitplan.

Der unfreiwillige Umbau des Bahnhofsareals kommt in den nächsten zwei Monaten entscheidend voran. Nach dem verheerenden Großbrand bei der Agrarhandelsgesellschaft Weikmann am 12. Juli 2019 waren die Produktionsstätten derart beschädigt, dass die Gebäude jetzt abgebrochen werden. Die Arbeiten haben diese Woche durch die Firma Max Wild begonnen.

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Bevor die Betonplatten der Silos beseitigt werden, wird das Stahlgerüst abgebaut. Ein Stahlträger sei dabei heruntergefallen, ohne Schaden anzurichten, berichtete Firmenchef Otto Weikmann.

Auf den Bahnverkehr sollen die Abbrucharbeiten keine Auswirkungen haben

Die Arbeiten werden übrigens von einem Experten der Bahn überwacht, so dass durch die Abbrucharbeiten keine Gefahr für den benachbarten Schienenverkehr besteht. Im späteren Frühjahr soll die frei werdende Fläche in Richtung Bahnhof dann asphaltiert werden. Die Stadt könnte dann damit anfangen, dort Parkplätze für Bahnpendler anzulegen.

Nach dem Großbrand: Bei Weikmann beginnt der Abriss

Weikmann sagte im Gespräch mit der MZ, er danke allen Nachbarn für ihr Verständnis. Sie hatten über Monate hinweg mit massiven Geruchsbelästigungen leben müssen, weil die Glut in den Silos auch Monate nach dem Großfeuer immer noch nicht völlig erloschen war. Schon Anfang Oktober hatte Weikmann gegenüber der MZ erklärt: „Das bedauern wir wirklich sehr, dass die Bevölkerung den Gestank und den Lärm über Wochen hinweg ertragen musste“. Den Helfern, insbesondere den Feuerwehren, hatte Weikmann schon zuvor für ihre Einsatz gedankt.

<p>Die Feuerwehr Mindelheim löscht den Großbrand einer Lagerhalle der Firma Agrarhandel Weikmann.</p>
Video: Johann Stoll

Erst im Herbst konnte das Futter aus den Weikmann-Silos entfernt werden

Die MZ hatte nach einem Vor-Ort-Termin im Oktober den Geruch als eine Mischung aus Schweine- und Hühnerstall und nasser Asche beschrieben. Erst im Laufe des Herbstes konnten die letzen 800 Tonnen Futtermittel abtransportiert werden, die in den Silos lagen und dort lange vor sich hingegärt haben, weil sie durch das Löschwasser feucht geworden waren.

Teile der Futterproduktion konnten am alten Standort übrigens inzwischen wieder angefahren werden. Für den Neubau an der Stillachstraße im Mindelheimer Gewerbegebiet im Süden läuft die Planung, teilte Weikmann mit. Bisher wurde am neuen Standort der Boden abgeräumt. Im Februar 2020 soll mit dem Bau begonnen werden. Fertigstellung ist für April 2021 geplant. Über die Höhe der Investition machte Otto Weikmann keine Angaben.

Hier erfahren Sie mehr über den Großbrand bei Weikmann und seine Folgen:

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