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Bad Wörishofen

13.01.2021

Nehmen Bad Wörishofens Vorräte an Trinkwasser ab?

Aus den Quellen im Bereich Eggenthal/Schleifmühle (Foto) werden die größten Mengen an Trinkwasser für die Stadt Bad Wörishofen gewonnen.
Bild: Helmut Bader

Plus Niedrige Grundwasserstände in den Gewinnungsgebieten für Bad Wörishofens Wasser. Das sagt der Stadtwerke-Chef dazu.

Trinkwasser gibt es in unserer Region in rauen Mengen – das ist die allgemeine Annahme. Bad Wörishofens Stadtgärtnermeister Andreas Honner erregte daher mit einem Nebensatz im einer Stadtratssitzung Aufsehen. Stadtwerke-Chef Peter Humboldt würde regelmäßig darauf hinweisen, dass die Trinkwasservorräte abnehmen, sagte Honner da. Wie Humboldt die Lage einordnet - und welche Werte dabei eine entscheidende Rolle spielen.

„Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource deren nachhaltiger Schutz und sparsame Verwendung eine hohe Bedeutung hatten und haben“, sagt dazu Werkleiter Peter Humboldt auf Nachfrage. In Bad Wörishofen gewinne man das Trinkwasser aus drei Gebieten, „die lokal deutlich voneinander getrennt sind“, erläutert er. Der größte Teil der benötigten Wassermengen werde aus den Quellen im Bereich Eggenthal/Schleifmühle gewonnen. Dieses Wasser fließt auf natürlichem Weg nach Bad Wörishofen, also allein aufgrund des Gefälles und ohne Pumpen. Weitere große Gewinnungsanlagen der Stadtwerke befinden sich im Bereich Altensteig. Dort werde das Wasser mit Pumpen gefördert. Das dritte und kleinste Gewinnungsgebiet für Bad Wörishofens Trinkwasser befindet sich südlich der Gartenstadt. Dort, so Humboldt, werde ebenfalls mit Pumpen gefördert.

Seit 2018 schon seien die Grundwasserstände auf einem eher niedrigen Niveau

„Herr Honner hat sich mit seiner Aussage wohl auf die derzeitige Situation in den Bereichen der Ergiebigkeit und der Grundwasserstände bezogen, welche sich seit dem extremen Trockenjahr 2018 auf einem eher niedrigen Niveau bewegen“, sagt Humboldt. Tatsächlich weist die offizielle Statistik des Niedrigwasser-Informationsdienstes Bayern für das betroffene Gebiet seit Januar 2020 ausschließlich Grundwasserstände auf, die als „niedrig“ oder phasenweise „sehr niedrig“ eingestuft werden.

Peter Humboldt ist der Leiter der Stadtwerke Bad Wörishofen.
Bild: Helmut Bader

„Wir hoffen als Wasserversorger bei den Niederschlägen künftig wieder auf ergiebige Jahre beziehungsweise auf Normaljahre, damit sich die betroffenen Systeme entsprechend regenerieren können“, sagt Humboldt. Das Ziel müsse ein „mindestens mittleres Niveau“ sein. Was Humboldt aber auch betont: Die Trinkwasserversorgung im Verantwortungsbereich der Stadtwerke Bad Wörishofen mit den drei Gewinnungsgebieten sei „aus heutiger Sicht gesichert“.

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