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Leserstimmen zu den Steinfiguren in der Mindel

20.11.2017

Nessie gehört zu Mindelheim

So kennen und mögen die Mindelheimer ihre Nessie. Jahrelang schaute das freundliche Steintier beim Weberhaus aus der Mindel.
Bild: Hartmann

Nessie und Moby Dick haben viele Freunde. Fast alle wollen, dass sie wieder ihren Platz in der Mindel bekommen

Die Mindelheimer lieben ihre Steinfiguren Nessie und Moby Dick und wollen keinesfalls, dass sie nicht mehr öffentlich ausgestellt werden. Nicht wenige Leser der MZ haben auf den Aufruf in der Zeitung auch mit viel Humor reagiert.

Skulpturenquälerei

So schrieb Wolfgang Wilhelm auf der Facebook-Seite der Mindelheimer Zeitung: Nessie gehört ins Wasser. Alles andere ist „Skulpturenquälerei“. Nutzer „Da Vud“ spielte auf den anstehenden Bürgerentscheid zur Lautenwirtswiese an und meinte, „wir haben doch ’ne leer stehende Wiese. Die Figuren auf eine zehn Meter Säule platzieren, dann haben wir eine Sonnenuhr“. Markus Wetzler setzte noch eins drauf, versehen mit einem Smiley: „Macht doch einen Bürgerentscheid daraus – klassisch“.

Brigitte und Michael Gerle betonen: Es gebe für sie nur einen richtigen Platz für Nessie: „Da, wo er bisher gestanden hat - beim Weberhaus“. Nessie sei ein Blickfang für alle, ob Besucher der Gaststätte, Touristen oder alle, die sich an der erlebbaren Mindel erfreuen wollen.

Wie wär‘s mit dem Mindelkanal?

Gisela Tögel

Sehr schade finden es Constanze und Richard Laeverenz, sollten die „lieb gewonnenen alten Nachbarn“ nicht mehr an ihren angestammten Platz vor dem Weberhaus zurückkehren. Die Figuren seien Blickfang für Fußgänger aller Generationen auf der Mindelbrücke und „waren ein Highlight im sonst doch eher unspektakulären Flussbett“. Kunst im öffentlichen Raum sei Bereicherung, auf die nicht ohne zwingende Gründe verzichtet werden sollte.

Auch Gabriele Schumacher findet, die Figuren sollten an ihrem alten Platz am Weberhaus bleiben. „Es ist ein Standort mit viel Publikum“. Beim Einkaufen oder beim Besuch der Bücherei sei ein Blick auf Nessie „immer wie Heimat“. Im Sommer war sie von einer Radlergruppe aus Kirchheim/Teck angesprochen worden, wo denn Nessie sei. Diese Gruppe hatte in der Altstadt pausiert und Nessie gesucht. Alle anderen möglichen Standorte hält Gabriele Schumacher für nicht so belebt und auch nicht so schön durch die Altstadt eingerahmt.

Paul Baumer schreibt, man habe sich an die Figuren an dem angestammten Platz gewöhnt und „hat sie lieb gewonnen“. Die Ansicht von Architekt Peter Kern teilt er nicht.

„Armselig“

Frank Stocker

Peter Dräger sieht in den Figuren eine Touristenattraktion. Man sollte sie bekleiden. Im Winter mit Mütze, später mit Narrenkappe, Lands-knechtshut oder Bademütze. Auch Sven Amanis, Ingeborg Drexel und Maria Sedelmaier machen sich für Nessie und Moby Dick am angestammten Platz stark.

Der Ehrenvorsitzende des Fischereivereins Mindelheim, Reginald Reichert, schreibt, die Mitglieder des Vereins seien glücklich gewesen, als Steinmetzmeister Peter Fraefel „diese tollen Figuren in unserem Beisein einstellte“. Auch das Wasserwirtschaftsamt, das damals noch in Krumbach seinen Sitz hatte, habe in den Figuren eine Aufwertung der Mindel gesehen.

Reichert hat nach Rücksprache mit Peter Fraefel folgenden Vorschlag. Die Figuren könnten in die westliche Mindel an der Memminger Straße/Luxenhofer Straße umziehen. Beim Kindergarten bestehe die Möglichkeit, die Mindel zu betreten.

meint, „wie armselig wäre eine Umgestaltung unserer Stadt, wenn es keinen Platz mehr für diese beiden Sympathieträger geben würde“. wiederum findet, dass Nessie durchaus auch woanders eine neue Heimat finden könnte. Sie nennt einen Platz am Mindelkanal am Fußweg oder im Bereich des Mindelparks an der Georgenstraße.

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