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Umbau in Amberg

05.07.2016

Neue Zukunft für die Alte Schule

Ambergs Bürgermeister Peter Kneipp überreichte den symbolischen Schlüssel für das Gebäude an Susanne Kindlmann.
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Ambergs Bürgermeister Peter Kneipp überreichte den symbolischen Schlüssel für das Gebäude an Susanne Kindlmann.
Bild: Maria Schmid

Einst wurde debattiert, teils kritisiert. Nun ist der neue Mittelpunkt Ambergs fertig

Lange wurde einst über die beste Lösung debattiert, nun ist sie da. Die „Alte Schule“ von 1813 und der ehemalige Kindergarten in Amberg ist zum schmucken, hellen und freundlichen „Pfarrheim St. Simpert“ umgebaut worden. Genutzt wird es nun von der Kirchenverwaltung und der Gemeinde Amberg.

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Bürgermeister Peter Kneipp berichtete vor der Schlüsselübergabe an die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Susanne Kindlmann, dass die Gemeinde im Dezember 2012 zum Bau des neuen Kinderhauses den in der Ortsmitte gelegenen Pfarrhof mit einem Grundstück von 2600 Quadratmetern kaufte. Doch wie sollte das sogenannte alte Schulhaus am Kirchplatz 1 weiter genutzt werden? Er sagte: „Was lag näher, als dieses Gebäude, direkt neben der Kirche, der ‚heimatlos’ gewordenen Pfarrgemeinde als Pfarrheim anzubieten?“ Mit der Kirchenverwaltung und dem Bistum Augsburg wurde ein 100-jähriges Nutzungsrecht für das Erdgeschoss des alten Schulhauses vereinbart, das mit dem Kaufpreis des Pfarrhofes verrechnet wurde. So berichtete es Kneipp.

Für die umfassende Sanierung der alten Schule, die fünfzehn Monate dauerte (Februar 2015 bis Mai 2016), erhielt die Gemeinde Amberg vom Amt für ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung einen Zuschuss. Die Pfarrgemeinde wird das Erdgeschoss nutzen, im Obergeschoss ist ein Raum für die Gemeinde Amberg, ein Fahnenraum für die Vereinsfahnen der ansässigen Vereine und eine kleine Wohnung. In diese Wohnung zieht im September ein neuer Kaplan ein. Mit der Miete könne, so Kneipp, der Gebäudeunterhalt bestritten werden. Somit würde zum wiederholten Male in seiner Geschichte das Gebäude wieder einer neuen Nutzung zugeführt werden. Dass die damalige Entscheidung, den ehemaligen Pfarrhof aufzugeben und in die Alte Schule zu ziehen, sei der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat nicht leicht gefallen, berichtete Susanne Kindlmann. Erst 2007 sei der Pfarrhof aufwendig renoviert worden. Den Unmut über die Entscheidung, in die ehemalige Alte Schule umzuziehen, hätten sie immer wieder deutlich zu spüren bekommen. Sie sagte: „Aus heutiger Sicht und vier Jahre später bin ich sicher, dass für alle Bürger (auch die Skeptiker) die Entscheidung als die einzig richtige einzustufen ist.“

Neue Zukunft für die Alte Schule

Es sei vor allem die Nähe zur Kirche als besonders positiv hervorzuheben und von unschätzbarem Wert. Sie sagte: „Wir freuen uns auf spannende, interessante und segensreiche Wochen, Monate und Jahre.“ Da der Tag gleichzeitig auch das Patroziniumsfest der Amberger Kirche Mariä Heimsuchung war, segnete Pfarrer Martin Skalitzky das Pfarrheim St. Simpert. Er sprach bereits in der Predigt von der Begegnung von Maria, der Mutter Jesu und Elisabeth, der Mutter von Johannes dem Täufer. So solle auch das neue Pfarrheim ein Ort der Begegnung sein. Zur Heiligen Wandlung gab es drei donnernde Salutschüsse. Nach der Schlüsselübergabe ließen es sich die Gäste beim bunten Pfarrfest gut gehen.

Jetzt fehle nur noch die geplante Neugestaltung des Kirchplatzes und des Spielplatzes, so Kneipp. Den Plan dazu erläuterte er interessierten Gästen im Eingangsbereich des Pfarrheimes. Natürlich fehlte ein herzliches Dankeschön an Susanne Kindlmann für ihren unermüdlichen Einsatz nicht. Und das alles mit feierlichen und fröhlichen Klängen der Amberger Musikkapelle unter der Leitung von Jochen Wagner.

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