Gesundheit

19.01.2016

Neues Hilfsangebot

Krebspatienten sollen in Mindelheim seelischen Beistand erfahren

Krebs gehört zu den schlimmsten Geißeln der westlichen Welt. Und kaum eine Krankheit erzeugt bei den Betroffenen mehr Ängste. Neben einer exzellenten medizinischen Versorgung benötigen Tumorpatienten ganz besonders seelische Begleitung, um mit dieser großen psychischen Belastung fertig zu werden. Das sagte der Mindel-heimer Chefarzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kreisklinikum, Dr. Markus Tietze vor Kreisräten. Diese seelische Begleitung wird in Mindelheim nun spürbar verbessert.

Die Psychosoziale Krebsberatungsstelle Kempten kommt künftig einmal pro Monat mit einem geschulten Mitarbeiter für vier bis sechs Stunden in die Kreisstadt und steht Patienten für Beratungsgespräche zur Verfügung. Möglich macht das der Landkreis Unterallgäu, der dafür 5000 Euro im Jahr bereitstellt. Der Kreisausschuss stimmte einstimmig zu.

Die Krebsberatungsstelle in Kempten hat in den Jahren 2013 und 2014 jeweils 1370 Mal beraten. Rund zehn Prozent der Patienten kamen dabei aus dem Unterallgäu und aus Memmingen. Die Kreisverwaltung geht von weiter steigendem Bedarf aus, weil die Verweildauer in den Kliniken immer kürzer wird. Krebs sei zunehmend eine chronische Erkrankung.

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Die Deutsche Krebshilfe finanziert die Beratungsstelle nur noch bis ins Jahr 2017. Schon für heuer muss die Bayerische Krebsgesellschaft 50 000 Euro zur Existenzsicherung der Kemptener Beratungsstelle hinzuschießen.

Vor diesem Hintergrund hatten die Kemptener das Unterallgäu um Unterstützung gebeten. Landrat Hans-Joachim Weirather schlug Außensprechtage für Mindelheim vor. Den Betroffenen soll so die lange Fahrt bis nach Kempten erspart werden. Und das Kreisklinikum in Mindelheim könnte dadurch außerdem eine weitere Stärkung erfahren.

Die Leitung der Beratungsstelle sei sofort bereit gewesen, nach Mindelheim zu kommen. Solche Außensprechstunden gibt es bereits für Memmingen, Lindau, Lindenberg und Kaufbeuren. Wann der erste Sprechtag stattfindet, ist noch nicht bekannt. Die MZ wird rechtzeitig darauf hinweisen. (jsto)

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