1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Noch ein Sieg für die CSU

Wahlen

17.09.2013

Noch ein Sieg für die CSU

Wahlen_2013_halbspaltig.eps
2 Bilder

Die Union ist auch auf Bezirksebene die stärkste Kraft. Freie Wähler auf Platz zwei

Landkreis Ebenso wie die Landtagswahl entschied die CSU klar auch die Bezirkswahl für sich. Im Stimmkreis Kaufbeuren holte Kaufbeurens Oberbürgermeister Stefan Bosse überlegen das Direktmandat. Platz zwei geht an die Freien Wähler. Sie erreichten im Stimmkreis Kaufbeuren 20 Prozent. Beste Chancen hat auch der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirahter, der 3455 Stimmen oder 31,9 Prozent der Zweitstimmen der Freien holte. Als sicher gilt, dass der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut wieder einen der 26 Sitze erobert. Unklar war noch, ob es Agnes Schragl aus Mindelheim und Josef Rid aus Buchloe wieder geschafft haben. Andere Parteien in der Region gingen leer aus.

Für eine faustdicke Überraschung sorgte die Bad Wörishofer Rechtsanwältin Stefanie Moser. Sie holte sich bei den Zweitstimmen im Stimmkreis Kaufbeuren 35 Prozent der CSU-Stimmen. Damit ließ sie im Stimmkreis Kaufbeuren nicht nur Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (21 Prozent) deutlich hinter sich, sondern auch den Vize aus Markt Rettenbach, Alfons Weber, der 10,9 Prozent der Stimmen der CSU holen konnte.

„Ich bin positiv überrascht“, sagte Moser, die erst vor vier Jahren über die Frauenunion zur CSU gefunden hatte. Ein Mandat hat sie bisher nicht inne. Die Wörishoferin machte sich gestern aber keine allzu großen Hoffnungen, bereits in den Bezirkstag einziehen zu können. Nur zwei Bewerber hätten die Chance, über die Liste den Sprung ins schwäbische Parlament zu schaffen. Gleichwohl zeigte sie sich sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden. Den Wahlabend hat sie übrigens im Mindelheimer Forum mit Parteifreunden gefeiert.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die SPD freut sich über den zweiten Platz auf Landesebene

Von einem „für unsere Verhältnisse sehr guten Ergebnis“ sprach Michael Helfert, Sprecher der SPD im Unterbezirk Memmingen-Unterallgäu, auch wenn er sich ein besseres Abschneiden seiner Partei gewünscht hätte. Der Türkheimer hatte für den Bezirkstag kandidiert. Grundsätzlich stellte er mit Genugtuung fest, dass die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl in allen Allgäuer Wahlkreisen hinter der CSU Platz zwei belegen. Die Freien Wähler konnten sie hinter sich lassen.

Die SPD könne nun schwabenweit fünf Abgeordnete in den Landtag entsenden. Freie Wähler und Grüne hätten je einen Sitz verloren. Anne Kraus habe in Memmingen ein sehr gutes Ergebnis eingefahren und könnte den Sprung nach München schaffen. Dies werde sich aber wohl erst am Mittwoch klären.

Helfert betonte, die Kandidaten der SPD hätten einen fleißigen Wahlkampf geführt. Meist seien sie in Zweierteams von Haus zu Haus gegangen, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Weniger hatte die SPD auf Plakatwerbung gesetzt.

Dass der Bezirkstag in der öffentlichen Wahrnehmung kaum Wertschätzung genießt, bedauert der Türkheimer. Gerade in der Behindertenhilfe leiste der Bezirk Großes. Alles, was vor Ort geregelt werden könne, sollte vor Ort geregelt werden, so sein Credo. Deshalb sei er auch für den Erhalt des Bezirkstags, auch wenn er Steuergelder koste.

Agnes Schragl von den Freien Wählern zeigte sich mit ihren 19,7 Prozent der Stimmen aus dem Landkreis zufrieden, „wenn auch der Wunsch nach oben immer vorhanden ist“. Der Einfluss der CSU sei auch auf Bezirksebene spürbar. Ob es für die Mindelheimer Bezirksrätin zu einer zweiten Amtszeit reicht, stand gestern noch nicht fest.

Bessere Karten hat Landrat Hans-Joachim Weirather. Er holte 3455 Stimmen im Stimmkreis Kaufbeuren. Das sind 31,9 Prozent der Zweitstimmen der Freien Wähler. Weirather nannte den Zuspruch „sensationell, toll“. 3337 dieser Stimmen holte er übrigens im Unterallgäu. Für ihn ist das Mandat im Bezirkstag Teil der Verantwortung als Landrat, der er nachkomme. „Wir zahlen allein heuer 25 Millionen Euro an den Bezirk“, sagte Weirather. Da sei es wichtig vertreten zu sein. Das Gesamtabschneiden der Freien Wähler mit 9 Prozent in Bayern geht für Weirather in Ordnung. Die CSU habe Riesenglück, „weil es uns allen nicht schlecht geht“. In einem geschickten Wahlkampf habe es die CSU verstanden den Eindruck zu wecken, das habe mit ihr zu tun, kommentierte Weirather.

Weber sieht sich in seiner Arbeit bestätigt

Alfons Weber (CSU) heißt der klare Sieger der Bezirkstagswahl im Stimmkreis Memmingen. Nach großen Stimmenverlusten vor fünf Jahren erhielt der Markt Rettenbacher Bürgermeister jetzt 44,5 Prozent der Erststimmen. „Ich freue mich riesig über das Ergebnis“, sagt Weber, der seit zehn Jahren das Amt des Vizepräsidenten im Bezirkstag inne hat. Den Stimmenzugewinn bezeichnet er „als Bestätigung meiner Arbeit“. So habe er viele Aufgaben des Bezirks wahrgenommen und sich für die Belange der Bürger eingesetzt. Dies gelte sowohl für den sozialen als auch den kulturellen Bereich. (jsto/vog)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20IMG_9500(1).tif
Fernstudium

Deutschlands Fleißigste kommen aus dem Unterallgäu

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden