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Abschied

10.04.2012

Noch mehr Miteinander

Die drei an der Spitze des Musikvereins Dirlewang: Hermann Bader, Tobias Schmid, Norbert Lutz (von links). Anton Blaschko (rechts) trat nicht mehr an.
Bild: hak

Nach 14 Jahren tritt Anton Blaschko als Vorsitzender des Musikvereins Dirlewang nicht mehr zur Wahl an. Sein Nachfolger ist Tobias Schmid

Dirlewang Wenn im kommenden Jahr der Musikverein Dirlewang mit einem großen Fest sein 140-jähriges Bestehen feiert, wird einer nicht mehr als Vorsitzender fungieren: Nach 14 Jahren trat Anton Blaschko bei der Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl an. Bereits seit Langem setzt der Musikverein auf ein Dreiergremium an der Spitze. Aus diesem schied Blaschko nun aus, bleibt aber als Beirat dem erweiterten Vorstand treu. Zu seinem Nachfolger wählten die anwesenden Mitglieder einstimmig Tobias Schmid, bisher als Notenwart im Vorstand. Er steht gleichberechtigt neben Norbert Lutz und Hermann Bader junior an der Spitze der Musiker.

Auch alle weiteren Neuwahlen erfolgten einstimmig: Kassier bleibt Michael Rogg. Seine Stellvertreterin ist Waltraud Fichtl. Als Schriftführer bestätigt wurde Stefan Schröther, Elisabeth Hämmerle ist seine Stellvertreterin. Neue Notenwartin ist Melanie Jakob, 2. Notenwartin Sandra Nägele. Rainer Palatzky hat erneut für weitere zwei Jahre das Amt des Hauswartes übernommen, erklärte aber, dass danach definitiv Schluss sei. Beiräte bleiben Thomas Rauch, Werner Seeger und Thomas Strübel, neu hinzu kommen Christian Martin und Bernhard Immerz. Ausgeschieden sind Markus Jackel und Ralf Zink.

Mit einem Appell an „noch mehr Miteinander“ verabschiedete sich Anton Blaschko. „Nur, wenn wir alle zusammenstehen, können wir auch in Zukunft viel erreichen.“ Er habe in den letzten 14 Jahren gute und weniger gute Zeiten mit dem Musikverein erlebt, doch stets war die Freude an der Musik ganz vorn.

In ihren Berichten gingen Schriftführer Stefan Schröther, Dirigent Klaus-Jürgen Herrmannsdörfer und Vorsitzender Hermann Bader nochmals umfassend auf die Ereignisse im vergangenen Jahr ein. „Wir haben 2011 drei schwierige Konzerte gestemmt“, sagte Herrmannsdörfer, „dies war ein Kraftakt, der uns bis an die Leistungsgrenzen führte.“

Er kündigte an, dass die Musikkapelle Dirlewang in diesem Jahr voraussichtlich an den Wertungsspielen im Rahmen des Bezirksmusikfestes des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes teilnehmen werde. „Ich freue mich auf das Einstudieren der Stücke“, sagte er. Die Bewertung durch Jury sei für ihn letztendlich zweitrangig. „Wichtiger als Noten zu verteilen sind die Emotionen und die Freude, die durch Musik vermittelt werden.“

In seinem Bericht stellte Kassier Michael Rogg die Finanzlage des Vereins dar. Die größten Investitionen der letzten Jahre betrafen die Anschaffung der Trachten. Mehr als 13 000 Euro wendete der Verein in den Jahren 2011 und 2010 dafür auf. Die Marktgemeinde Dirlewang hatte sich mit einem Zuschuss daran beteiligt. Rogg dankte, wie auch alle anderen Redner, Bürgermeister Alois Mayer und dem Marktgemeinderat, für die nicht nur finanzielle, sondern auch ideelle Unterstützung. Bürgermeister Mayer erwiderte den Dank und sagte, der Markt sei stolz auf die Musikkapelle und auf das, was im Ehrenamt im Verein geleistet werde. Rogg meldete einen liquiden Kassenbestand von 14 000 Euro, „Geld, das wir in Hinsicht auf das bevorstehende Fest zum 140-jährigen Bestehen der Musikkapelle im kommenden Jahr dringend benötigen“. Schnell sei man bei einer solchen Veranstaltung mit 15- bis 20 000 Euro in Vorleistung, ohne dass noch ein einziger Cent verdient ist.

Das Jubiläum im Jahr 2013 wirft seine Schatten schon voraus. „Das Festzelt wird vom 14. Juni bis 17. Juni stehen. Als Programm sind Auftritte der Alpenmafia, der Allgaier und eventuell von Let´s fetz geplant“, warf Norbert Lutz den Blick nach vorn. „Was wir natürlich brauchen sind zahlreiche fleißige Hände, denn nur so kann das Fest gelingen.“ Er hoffe, dass sich möglichst viele Dirlewanger melden, nicht nur aus den Reihen des Musikvereins. (hak)

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