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Wohnen

07.03.2018

Noch mehr Platz für noch mehr Bauplätze

Knapp 15 000 Quadratmeter groß soll das neue Baugebiet nördlich des Laternenweges sein. Wenn in der Genehmigungsphase alles reibungslos klappt, dann könnten hier im Herbst des nächsten Jahres die ersten Bagger anrollen.

Nördlich des Laternenwegs wird ein Baugebiet mit fast 15000 Quadratmetern ausgewiesen. Hier sollen dann mindestens 20 Familien ihr Traumhaus bauen können. Dafür geht die Gemeinde buchstäblich über ihre Grenzen

Um dem enormen Bedarf an Baugrund befriedigen zu können, geht die Gemeinde buchstäblich über ihre Grenzen hinaus: Bislang endete die Wohnbebauung am Laternenweg – künftig soll nördlich des Laternenweges ein großes Baugebiet entstehen. Wenn alles klappt, könnte ab Herbst 2019 hier gebaut werden. Dafür stellte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen, auch wenn sich die Begeisterung bei einigen in Grenzen hielt. Für FW-Rat Otto Rinninger ist die Planung „vom Ortsbild her grauenhaft“ und auch SPD-Rätin Agnes Sell findet es „schwierig, hier alles so zuzupflastern“.

Doch am Ende war es der immense Bedarf, der den Gemeinderäten die Entscheidung erleichterte: Schon mehrfach hat Bürgermeister Christian Kähler von einer langen Liste an bauwilligen Bewerbern berichtet, deren Wunsch nach einem Bauplatz ohne die Ausweisung neuer Baugebiete einfach nicht befriedigt werden könne.

Kähler nahm den Vorschlag von Otto Rinninger zwar gerne auf, die Besitzer von Baulücken im Gemeindegebiet zu einem Verkauf zu überreden. Doch Kähler macht sich da keine allzu großen Hoffnungen: „Da sind wir seit fünf, sechs Jahren dran, aber wir kommen nicht weiter ...“

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Knackpunkt ist wohl auch die Regelung der Gemeinde, die Baugebiete immer nur dann ausweist, wenn mindestens die Hälfte der Grundstücke vorher vom Eigentümer an die Gemeinde verkauft wird. Diese Regelung ist weit verbreitet: Fast alle Kommunen sichern sich durch den Verkauf der Grundstücke das notwendige Geld, um die kommunale Infrastruktur wie Kindergärten und Schulen bezahlen zu können.

So drehte sich die Diskussion im Gemeinderat auch weniger um die Entscheidung, nördlich des Laternenweges ein Baugebiet mit knapp 15 000 Quadratmetern auszuweisen. Es war wieder SPD-Rätin Agnes Sell, die den Finger in die Wunde legte: Wenn schon ein so großes Baugebiet ausgewiesen werde, dann sollte diesmal doch darauf geachtet werden, dass hier auch moderne und vielleicht auch unkonventionelle Wohnlösungen ermöglich werden sollte.

Sell forderte daher, im aktuellen Fall nicht wie sonst üblich einfach ein Ingenieurbüro mit der Ausarbeitung eines Bebauungsplanes zu beauftragen, das „uns dann drei Vorschläge nach Schema F vorlegt und wir uns einen aussuchen können“. Auch könne dann nicht alleine der Preis des Ingenieurbüros ausschlaggebend sein, so Sell. Bei der Größe des neuen Baugebietes sollten auch kreative gestalterische Ideen und Konzepte möglich sein, so die SPD-Rätin.

Die Ratsmehrheit sah dies genauso und so soll jetzt schon bei der Ausschreibung der Ingenieurleistungen darauf geachtet werden, dass diese Anregungen schon beim Planungsentwurf berücksichtigt werden. Jetzt läuft der Verwaltungsmotor erst an, doch wenn alles reibungslos klappt, dann könnten ab Herbst 2019 die Bagger anrollen, schätzt Bauamtsleiter Lothar Rogg.

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