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21.03.2009

Nur beim Vornamen ändert sich nichts

Ettringen (stn) - Neun lange Jahre bekleidete Robert König das verantwortungsvolle Amt des Vorstands der Freiwilligen Feuerwehr Ettringen. Da erschien sein Wunsch nur verständlich, in Zukunft etwas kürzertreten zu wollen.

Zu der mit zahlreichen Verpflichtungen verbundenen Aufgabe gekommen war König, als der damalige Vorstand bei Halbzeit der laut Vereinsstatuten sechsjährigen Amtsperiode die Ablösung wünschte. Und dann war er wiedergewählt worden.

Das wäre ihm wohl auch jetzt erneut widerfahren. Die Anerkennung seiner Leistungen und die Sympathie bei der im Saal des Café Kellerberg versammelten Truppe waren förmlich spürbar.

Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung und der turnusmäßigen Vorstandsneuwahl war Robert König daher auf Nachfolgersuche gegangen.

Nur beim Vornamen ändert sich nichts

Eine Bedingung

Nachdem mit den anwesenden 44 Wahlberechtigten die Beschlussfähigkeit der Versammlung festgestellt worden war, schlug König Robert Kugelmann als seinen Nachfolger vor. Der hatte eine Bedingung: Die Vereinsmitglieder sollten ausnahmsweise auch einer Amtszeit von nur drei Jahren zustimmen, denn er könne nicht vorhersehen, wohin beruflich die Reise gehe. Unter diesem Vorbehalt entfielen 42 Stimmen auf ihn. Neu ins Amt gewählt wurden im Anschluss mit Albert Steffens der 2. Vorstand und mit Martin Hartmann der neue Schriftführer. Der bisherige Kassier Jürgen Schwarzenbacher stellte sich der Wiederwahl und wurde mit nur einer Gegenstimme in seinem Amt bestätigt. Neu gewählt wurden an diesem Abend auch drei Beisitzer, ein Fähnrich, Fahnenbegleiter und deren Ersatzleute. Mehrheitlich fiel der Beschluss, den Posten des Vereinsdieners, den 21 Jahre lang Xaver Müller innehatte, nicht mehr zu besetzen; seine Aufgabe bestand im Wesentlichen im Einsammeln der Mitgliedsbeiträge, was inzwischen überwiegend bargeldlos geschieht.

Auch ein Großbrand

Kommandant und Kreisbrandmeister Johann Schmid und Schriftführer Michael Rüger gaben in ihren Berichten Einblick in die vielfältigen Aktivitäten der Feuerwehr. Neben 31 Einsätzen, darunter ein Großbrand, fünf Verkehrsunfälle, aber auch Insekteneinsätze, gehörten dazu im abgelaufenen Jahr 59 Übungen. Daneben nahm die Aus- und Weiterbildung breiten Raum ein. So wurden von den Teilnehmern erfolgreich Sprechfunk-, Atemschutz- und ABC-Lehrgänge absolviert. Vier Kameraden nahmen an der Brandcontainer-Schulung in Ulm teil.

Zu erwähnen ist eine gemeinsame Großübung mit den Feuerwehren des Unterkreises und aus Bad Wörishofen bei der Papierfabrik Lang.

Kommandant Johann Schmid hob überdies das Engagement der zehnköpfigen Jugendgruppe hervor, die sich mit Interesse und Einsatzfreude auf ihre Aufgabe als Feuerwehr von morgen vorbereite.

Zu sprechen kam er auch auf die Neubeschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges vom Typ LF 20/16, bei der die Feuerwehr von Bürgermeister, Gemeinderat und Kämmerer Karl Heinz Müller tatkräftig und durch das Erschließen der notwendigen Mittel unterstützt worden sei.

Am Rande erwähnte Johann Schmid Feste, Veranstaltungen, nicht zuletzt den Fasching, bei dem die Feuerwehr zusätzlich in Erscheinung trete.

Bevor der Abend in den gemütlichen Teil überging, wurden lang gediente Mitglieder mit Urkunden, Ärmelstreifen und dem Feuerwehr-Oscar geehrt.

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