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Türkheim

09.11.2018

„Oben leuchten die Sterne, unten leuchten wir“

Jede Laterne hat ihr eigenes Gesicht: Stolz zeigen Fabian, Katharina, Leo, Raphael und Luisa (von links), was sie in den Wochen zuvor gebastelt haben. Geholfen hat dabei auch Michaela Tröbensberger, Erzieherin im Türkheimer Kindergarten St. Josef.
Bild: Sabine Schaa-Schilbach

Wie man sich im Türkheimer "Haus für Kinder St. Josef" auf den Martinsumzug vorbereitet.

Mucksmäuschenstill sitzen die 24 kleinen Mäuse im Kreis, zusammen mit ihrer Erzieherin Michaela Tröbensberger und der Kinderpflegerin Nicole Schmidt. Eine Kerze in der Kreismitte wird angezündet, eine Klangschale zum Klingen gebracht - eine Woche lang war St. Martin das Gesprächsthema für die Kleinen der „Mäusegruppe“ in Türkheim.

Die selbst gebastelten Laternen für den großen Umzug am kommenden Montag sind, sicher mit tatkräftiger Erwachsenen-Hilfe, schon fertig und auf zwei Regalen ausgestellt: Jedes Laternengesicht anders bunt, und jedes Kind ist besonders stolz auf seine Laterne: „Durch die Straßen auf und nieder - leuchten die Laternen wieder - rote, gelbe, grüne, blaue…“

Die Türkheimer Kinder kennen die Geschichte des Heiligen

Jetzt aber geht es darum, was die Kleinen sich über das Leben des heiligen Martin gemerkt haben. Aus einer Schatztruhe wird ein roter Umhang geholt: Auch die Allerjüngsten erkennen den Martinsmantel.

In einer Minibühne versteckte Bilder aus dem Leben des Heiligen werden hervorgezogen und gut sichtbar für alle in der Kreismitte ausgelegt.

Es folgen einfache Fragen der Erzieherin, und wer eine Antwort weiß, muss sich melden, wird aufgerufen und darf es sagen.

Die Kälte und den eiskalten Wind, durch die St. Martin auf seinem Pferd reitet, können sich die Kleinen gut vorstellen. Auch in das Elend des alten Mannes, der arm ist und friert, können sie sich gut hineinversetzen.

Und sie erzählen erfrischend genau, wie der Soldat St. Martin sein Pferd anhält und mit dem Schwert seinen Mantel auseinanderschneidet. Intuitiv erfassen können sie, dass der Heilige nach diesem Ereignis kein Soldat mehr sein will, und dass ihm die Erkenntnis, wem er da eigentlich geholfen hat – Jesus Christus – im Traum gegeben wird. Auch, dass sie selbst in ihrem jungen Alter schon mit anderen teilen können.

Nach der Martinsgeschichte werden noch Zahlen geübt, und der Kalender wird aktualisiert. Die Kleinen sind zweieinhalb bis sechs Jahre alt, die meisten in der „Mäusegruppe“ aber nicht älter als vier.

Die Kerze wird unter Aufsicht ausgepustet und die Mitte aufgeräumt. Alle fassen sich an den Händen. „Viel Spaß beim Spielen!“

Sie tragen geräuschvoll ihre Stühle zurück, jetzt sind sie frei und dürfen dabei auch so laut sein, wie sie wollen.

Drei Martinsumzüge in Türkheim: Die Termine

Der Martinsumzug der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Türkheim findet am Freitag, 9. November, statt. Die kleineren Krippenkinder ziehen bereits um 17.30 Uhr in einer kürzeren Etappe durch die Blumenstraße. Um 18 Uhr findet dann das Martinsspiel auf dem Vorplatz statt bevor anschließend die „großen“ Kindergartenkinder zu ihrem Laternenzug aufbrechen. Auch in Irsingen heißt es wieder „Ich geh mit meiner Laterne“, wenn der Jugend- und Brauchtumsverein und der Kindergarten Irsingen am Sonntag, 11. November, um 17 Uhr zum Martinsumzug in der Pfarrkirche St. Margareta in Irsingen einladen. Beim großen St. Martinsumzug des „Hauses für Kinder St. Josef“ in Türkheim am Montag, 12. November, ab 17 Uhr, werden etwa 200 Kinder mit ihren Laternen und ihren Eltern dabei sein. Die Erzieherinnen führen den Zug an, und das Pferd mit seinem Reiter ist natürlich auch dabei. Bei der anschließenden Stärkung sorgt der Elternbeirat für das leibliche Wohl.

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