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03.06.2009

Oldtimer-Treff im Zeichen der Opel-Tragödie

Mindelheim Der Name Opel zieht immer noch. Jedenfalls kamen zur diesjährigen Pfingstausstellung des Vereins "Freunde alter Motorfahrzeuge Mindelheim" viele Besucher um die angekündigte Sonderschau "alte Opel-Fahrzeuge" zu sehen. So freute sich der Vorsitzende des Vereines, Hans Stork, über rund 1500 Besucher und 150 Aussteller.

Im Hof des Collegareals herrschte den ganzen Tag über reges Treiben. Wie immer hatten an der Nordseite die alten Traktoren ihren Platz. Es folgten die Motorräder und im Colleg-Innenhof standen blitzblank geputzt die Oldtimer, darunter sehr viele aus dem Hause Opel.

Was viele nicht wissen: Opel war vor dem Zweiten Weltkrieg ein Alleskönner: Das Unternehmen begann mit Nähmaschinen, später kamen Fahrräder hinzu und Hans Stork hatte in der kleinen Sonderschau sogar einen Opel-Kühlschrank ausgegraben. Übrigens: auch in der angeblich so guten alten Zeit musste man schon eine stolze Summe hinlegen, um ein Opel-Fahrrad zu bekommen. Stork stellte eine alte Rechnung über ein Opel- Fahrrad aus dem Jahre 1926 in Höhe von 126 Mark vor. Und dies noch ohne Reifen.

Glanzstück der Ausstellung war ein Opel Admiral Cabrio aus dem Jahre 1938, der später auch den ersten Preis erhielt. Das war schon ein stolzes Stück .

Oldtimer-Treff im Zeichen der Opel-Tragödie

Und da Opel gerade in aller Munde ist, hatte Stork heuer ein Tabu gebrochen: Erstmals wurde ein Auto aus der Neuzeit präsentiert, der neue Opel Insignia um allen klar zu machen: Opel lebt weiter. Denn Opel war vor dem Kriege der größte deutsche Autobauer, wie ein Blick in die Geschichte des Traditionsunternehmens zeigt: 1924 wurde das Opelwerk in Rüsselsheim als erstes in Deutschland mit Fließbändern ausgestattet, um für breitere Schichten preisgünstiger zu produzieren. Das Erfolgsmodell Opel Laubfrosch konnte in Großproduktion gebaut werden. Die Anzahl der Mitarbeiter wuchs von 2400 im Jahr 1924 auf 9400 im Jahr 1928, als Opel mit 42 771 hergestellten Automobilen einen Marktanteil von 27,5 Prozent erreichte.

Am 17. März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich Opel zunächst 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM).

Bis 1931 übernahm GM das Unternehmen dann vollständig. Hauptgrund war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen Dollar beziehungsweise 154 Millionen Reichsmark.

Zur Siegerehrung waren dann auch stellvertretender Landrat Klaus Holetschek und Mindelheims Zweiter Bürgermeister Herbert Kugler erschienen.

Hans Stork stellte noch einmal die Prachtstücke aus Blech und Chrom vor und lud gleich zum nächsten Pfingstreffen ein.

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