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Verdacht

27.07.2010

Ordensmann im Visier der Ermittler

Das Maristeninternat in Mindelheim.
Bild: Franz Issing

Der frühere Leiter des Maristeninternats in Mindelheim, Frater G, soll einen 13-jährigen Jungen missbraucht haben. Dabei hatte er versichert, sich nie an Minderjährigen vergangen zu haben. Von Johann Stoll

Der frühere Leiter des Maristeninternats in Mindelheim, Frater G, muss nun doch mit einer Anklage wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes rechnen.

Die Staatsanwaltschaft in Memmingen bestätigte eine Information des Maristenordens, wonach der Frater im Februar 2004 einen zur Tatzeit noch nicht 14-jährigen Buben sexuell missbraucht haben soll. Diese Tat auf einer Berghütte in Liechtenstein sei definitiv nicht verjährt, sagte Oberstaatsanwältin Renate Thanner.

Vor ein paar Wochen hatte die Staatsanwaltschaft von mehreren Taten an Minderjährigen berichtet, die dem Frater zur Last gelegt werden. Diese waren alle verjährt. Rechtskräftig war der heute 50-jährige Frater G. im Jahr 2008 zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt worden.

Ordensmann im Visier der Ermittler

Der Fall war aufgrund der Selbstanzeige des Fraters und seines Geständnisses ohne Hauptverhandlung abgewickelt worden. Sein Opfer war bei der Tat 18 Jahre jung und damit volljährig. Frater G. hatte nachdrücklich versichert, er habe sich niemals an Minderjährigen vergangen.

Kurz vor Schuljahresbeginn 2007/08 entband ihn der Maristenorden von seinen Aufgaben als Leiter des Internats in Mindelheim. Seither hat er keinen Kontakt mehr zu Kindern und Jugendlichen. Über die wahren Gründe seines Weggangs nach Recklinghausen ließ der Maristenorden damals Eltern und Öffentlichkeit im Unklaren. Von Johann Stoll

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