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Rammingen

21.09.2019

Paukenschlag im Ramminger Kommunalwahlkampf

Wer zieht nach der nächsten Kommunalwahl als Bürgermeister ins neue Ramminger Rathaus ein?
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Wer zieht nach der nächsten Kommunalwahl als Bürgermeister ins neue Ramminger Rathaus ein?
Bild: Alf Geiger

Plus Seit Monaten gibt es Gerüchte, jetzt gibt es eine Entscheidung: Im Kampf um das Ramminger Rathaus gibt es spannende Neuigkeiten.

In den vergangenen Wochen sind die Wogen in der Ramminger Kommunalpolitik wieder einmal hoch gegangen: Die Bürgerliste hatte Bürgermeister Anton Schwele wegen der Baukosten für das neue Gemeindehaus scharf attackiert, der kritisierte Bürgermeister konterte nicht weniger energisch. Viele sahen in den gegenseitigen Attacken vor allem Vorboten des nahenden Wahlkampfes für die Kommunalwahlen im nächsten Herbst.

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Lange hat er mit sich gerungen, nicht immer war er sich seiner Entscheidung ganz sicher – doch jetzt hat sich Anton Schwele entschlossen: Er wird bei der nächsten Bürgermeisterwahl im März 2020 erneut für das Amt des Ramminger Bürgermeisters kandidieren. Der 66-Jährige will sich erneut mit ganzer Kraft in den Wahlkampf stürzten und rechnet sich durchaus gute Chancen für eine Wiederwahl aus: Seit 1996 ist Anton Schwele als ehrenamtlicher Bürgermeister von Rammingen für die Geschickte des 1600-Einwohner-Ortes verantwortlich.

Bei der Kommunalwahl 2014 hatte Anton Schwele, nominiert von der Freien Wählergemeinschaft Rammingen und der Unabhängige Wählergemeinschaft Rammingen, 66,7 Prozent der Wählerstimmen erobert, sein Herausforderer Georg Rauch von der Bürgerliste Rammingen holte mit 33,3 Prozent zumindest einen „Achtungserfolg“. Auch bei der nächsten Kommunalwahl gilt es als sicher, dass die „Bürgerliste“, die im Ramminger Gemeinderat auch als eine Art „Opposition“ agiert, wieder einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin ins Rennen schicken wird.

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Laut Stellenbeschreibung sollte ein ehrenamtlicher Bürgermeister vier Mal die Woche jeweils zwei Stunden den Amtsgeschäften nachgehen. Dass es dabei aber bei weitem nicht getan ist, weiß Schwele nach bislang 23 Jahren im Amt: Er spricht selbst von einer „40-Stunden-Woche, mindestens“.

Noch im Herbst des vergangenen Jahres hatte sich Schwele mit dem Gedanken getragen, sich von seinem Amt zurück zu ziehen. Dass er sich nun doch noch einmal entschlossen hat, seinen Hut in den Ring zu werfen, habe auch an den jüngsten Auseinandersetzungen mit der örtlichen „Bürgerliste“ gelegen: „Das hat mich noch einmal motiviert“, gibt Schwele gerne zu, denn dabei seien „so viele Un- und Halbwahrheiten“ über ihn und seine Amtsgeschäfte verbreitet worden, dass er dies nicht so einfach auf sich sitzen lassen wollte. „Am Ende hätte es noch so ausgesehen, als würde ich mich aus der Verantwortung stehlen wollen“, sagt Schwele – und genau diesen Eindruck habe er energisch zurückweisen wollen und sich daher bereit erklärt, noch einmal als Kandidat in den Ring zu steigen.

Schwele: „Die Entscheidung zur erneuten Kandidatur haben mir viele Bürgerinnen und Bürger leicht gemacht. Auch aufgrund der aus meiner Sicht bösen und unsachlichen Berichte der Bürgerliste bin ich eben von vielen auf eine weitere Kandidatur angesprochen worden“, so Schwele.

Auch bei der nächsten Wahl soll er wieder von Freien Wählergemeinschaft Rammingen und der Unabhängige Wählergemeinschaft Rammingen nominiert und gemeinsam unterstützt werden. „Mit diesen beiden Gruppierungen ist auch eine vernünftige und zukunftsorientierte Politik und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gemeinderat für unser Dorf Rammingen möglich“, sagt Schwele. Sein ausdrücklicher Dank gelte daher auch den Gemeinderatsmitgliedern dieser beiden Listen, betont Schwele im Gespräch mit der Mindelheimer Zeitung.

Er habe noch vieles in und mit seiner gemeinde vor, auch wenn in den vergangenen Jahren unter seiner Führung schon viele große und umstrittene Projekte erfolgreich abgearbeitet werden konnten, so Schwele. Während seiner Amtszeit seien in Rammingen rund 40 Millionen Euro in die Infrastruktur und die Erschließung investiert worden. Zudem habe die Gemeinde Schulden aus früheren Jahren getilgt: „Derzeit sind wir schuldenfrei“, ist Schwele stolz auf diese Entwicklung Rammingens unter seiner Führung.

Allen vorn nennt er da das schmucke neue Gemeindehaus, das in diesem Jahr eröffnet wurde. Zuletzt hatte es in Rammingen wegen der Baukosten erneut Knatsch zwischen der Bürgerliste und dem Rathauschef gegeben (MZ berichtete).

Aber auch de Straßenbau und die Schaffung neuer Baugebiete zählt Schwele, der auch als Kirchenpfleger in Rammingen aktiv ist, als weitere wegweisende Projekte der vergangenen Jahre unter seiner Amtsführung auf. In seiner Amtszeit habe die Gemeinde auch ein Wachstum von rund 1150 auf gut 1600 Einwohner genommen.

Es sei in den nächsten Jahren also noch vieles zu tun und er fühlte sich fit und gesund, um diese Herausforderungen auch noch eine volle Legislaturperiode von sechs Jahren uneingeschränkt zu packen: „Ich bin für einen Ruhestand noch viel zu rührig und will mein Rammingen weiter in eine erfolgreiche Zukunft führen“, so Schwele.

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22.09.2019

Die Kommunalwahl ist nicht im Herbst sondern nächstes Frühjahr Das sollte sich eigentlich schon herumgesprochen haben.

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