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24.07.2010

Paula im Trommelfieber

Pfaffenhausen Eine Zeitungsente zu sein, findet Paula Print, ist einfach superspitzengenial, weil man da nämlich zu den tollsten Sachen eingeladen wird, wo man als stinknormale Ente gar nie hinkäme.

Diesmal durfte die Paula zu den Erst- und Zweitklässlern der Volksschule Pfaffenhausen. Die sind schon ganz kribbelig, weil bald die großen Ferien anfangen. Weil sie sich sowieso nicht mehr richtig aufs Lernen konzentrieren können, hat der nette Rektor zwei Trommelzauberer eingeladen, einen weißen und einen ganz schwarzen aus dem tiefsten Afrika.

Bei dem Höllenlärm wurde es der Paula ganz anders

160 Kinder hockten in der Turnhalle auf dem Boden, und jedes bekam eine kleine Trommel, auch die Paula. Sie wurde von Lisa, Sabrina und Lucia in die Mitte genommen, und los ging's! Alle Kinder hauten auf ihre Trommeln wie verrückt. Es war so ein Höllenlärm, dass es der Paula ganz anders wurde.

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Der Trommelzauberer Johnny hatte eine ganz winzig kleine Trommel um den Hals, und wenn er die hochhielt, war das ein Geheimzeichen und bedeutete: Jetzt sind alle mucksmäuschenstill! Das hat geklappt - da war die Paula froh, denn fast hätte sie Angst gekriegt bei dem Lärm.

Johnny erklärte den Kindern, wie das Trommeln richtig geht, und Paula staunte, wie schnell sie alles kapierten und einen klasse Rhythmus hinkriegten. Mit Paulas weichen Schwimmfüßen ging das Trommeln nicht so recht, deswegen nahm sie ihren Schnabel, und mit der liebevollen Hilfe ihrer drei Betreuerinnen klappte es auch ganz prima.

Mutmachlied, Nutella-Bauchtrommel, Zauberspruch

Johnny brachte ihnen ein afrikanisches Mutmachlied und einen Kinderzauberspruch bei und erklärte ihnen, wie eine Nutella-Bauchtrommel und eine Müsli-Bautrommel funktioniert. Er zeigte ihnen einen selber gemachten Fußball aus Bananenblättern, den er aus seinem Lieblingsdorf in Afrika mitgebracht hat, und gab ihnen ein ganz verrücktes Rätsel auf:

Sie sollten raten, ob das wirklich wahr sein kann: Dass ein kleines Krokodil als Taxifahrer arbeitet und sein erster Fahrgast eine Schildkröte ist. Paula glaubte das nicht, und die meisten Kinder auch nicht.

Aber gewonnen haben die, die es geglaubt haben - zum Beweis hatte Johnny ein Foto mitgebracht. Da hat die Paula nicht schlecht gestaunt und sich im Stillen überlegt, ob sie nicht auch mal Taxifahrer werden könnte; wenn das ein Krokodil kann, müsste ich das eigentlich auch können, dachte sie.

Ob Zeitungsenten beliebter sind als Taxifahrer?!

Aber wie Lisa, Sabrina und Lucia sie dann wieder so lieb drückten, streichelten und umarmten, beschloss sie, doch lieber weiter Zeitungsente zu bleiben. Taxifahrer, dachte sie, sind wahrscheinlich nicht so beliebt wie Zeitungsenten.

Zum Schluss sangen alle gemeinsam ein Lied, das fing so an: "Wir sind Kinder einer Welt/ und trommeln, wie es uns gefällt./ In Pfaffenhausen oder Afrika,/ überall sind Kinder da ..." Die Kinder lernten das Lied im Handumdrehen, so, als hätten sie nie was anderes getan.

Paula wäre am liebsten ganz da geblieben, so gut gefiel es ihr. Zuhause, bei der Mindelheimer Zeitung, ist es lang nicht so lustig.

Aber die Kinder erklärten ihr, dass es in der Schule auch meistens strenger zugeht und dass das Trommeln die große Ausnahme war. Das hat sie eingesehen. Und jetzt sitzt sie wieder in der Redaktion in Mindelheim und wartet auf die nächste Einladung zu einer netten Veranstaltung. (emf)

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Eine Bildergalerie mit vielen Fotos finden Sie im Internet unter www.mindelheimer-zeitung.de/bilder.

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