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Pfaffenhausen: Auf einen Bauplatz in Pfaffenhausen kommen mehr als fünf Bewerber

Pfaffenhausen

Auf einen Bauplatz in Pfaffenhausen kommen mehr als fünf Bewerber

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    Um Grundstücke möglichst fair zu vergeben, entscheidet in vielen Kommunen ein Punktekatalog darüber, ob man einen Bauplatz bekommt oder nicht. 
    Um Grundstücke möglichst fair zu vergeben, entscheidet in vielen Kommunen ein Punktekatalog darüber, ob man einen Bauplatz bekommt oder nicht.  Foto: Marcus Merk

    Der Pfaffenhausener Marktrat hat den Bebauungsplan für die Weilbacher Straße verabschiedet. Womöglich können Bauwillige schon relativ bald loslegen, sagt Bürgermeister Franz Renftle. Die Bauplätze in Pfaffenhausen sind begehrt – und wurden bereits vergeben. Wie, das erläutert der Bürgermeister im Gespräch mit der MZ.

    Der Bebauungsplan in dem neuen Wohngebiet an der Weilbacher Straße ist relativ offen gehalten. 14Bauplätze werden nahe des neuen Edeka-Supermarkts und des künftigen Feuerwehrhauses entstehen – der kleinste 450 Quadratmeter groß, der größte knappe 1000. Erlaubt ist dort relativ viel: Einzel- oder Doppelhäuser, mit rotem, braunen, grauen oder schwarzem Dach.

    Was in dem neuen Baugebiet in Pfaffenhausen erlaubt ist

    Erlaubt sind Sattel-, Walm-, Zelt- und Flachdächer, dazu Wintergärten auch aus Glas und Metall. Nur bei den Grundstücksbegrenzungen ist man etwas strenger: Die Einfriedungen müssen ohne Sockel sein; Betonmauern, Mauerwerk oder Gabionen etwa sind nicht erlaubt, ebenso wenig wie Thuja-Hecken.

    Bürgermeister Franz Renftle hofft, dass die Baufirma, die der Markt nun suchen wird, Ende März mit der Erschließung des neuen Wohngebiets beginnen kann. Wenn alles funktioniert wie geplant, könnten die ersten Bauwilligen bereits im Herbst loslegen.

    Weil die Frist für das Baukindergeld bald endet, musste die Vergabe der Bauplätze relativ schnell gehen, erläutert Renftle. Sieben Plätze standen der Gemeinde zur Verfügung. Die Zahl der Bewerber war deutlich höher: 62 Leute standen auf der Warteliste, 37 Bewerber hatten einen Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt. Die Interessenten kamen nicht nur aus Pfaffenhausen, sondern auch aus Mindelheim, Dirlewang, Kempten oder Krumbach, wie Renftle erklärt.

    So wurden die Bauplätze in Pfaffenhausen vergeben

    Ein Punktesystem wie es andere Gemeinden für die Vergabe von Bauplätzen haben, gibt es in Pfaffenhausen nicht. Bei der Vergabe der Plätze habe es dennoch wenig Diskussionen im Marktrat gegeben, sagt Renftle. Testhalber habe man das Punktesystem aus Türkheim auch auf die eigenen Bewerber angewandt und man habe sich „engmaschig daran gehalten“, so der Bürgermeister. (Mehr erfahren Sie hier: Bauen im Wertachtal – nur ein Traum?)

    In Türkheim gibt es mehrere Kriterien: Es geht darum, ob man bereits eine Immobilie besitzt, wie viele Kinder man hat, ob man einen anderen Menschen pflegt, einen Bezug zum Ort hat – etwa über Wohnsitz oder Arbeitsplatz –, sich ehrenamtlich engagiert. Auch das Alter und die Wartezeit spielen eine Rolle.

    Bürgermeister Renftle kann sich vorstellen, dass auch Pfaffenhausen in Zukunft eine Art Punktesystem zur Vergabe von Bauplätzen einrichtet; dies sollte seiner Meinung nach allerdings nicht komplett starr sein. Es sei zum Beispiel in seinen Augen wichtig, einen Teil der Bauplätze auch an Bewerber ohne Kinder zu vergeben. Bei künftigen Vergaben könnten auch ältere Bürger zum Zug kommen, die sonst mit den üblichen Punktesystemen wenig Chancen auf einen Bauplatz haben.

    Das nächste Baugebiet haben Renftle und die anderen Verantwortlichen schon im Blick: Südlich der Schule sollen auf zwei Hektar Grund rund zwei Dutzend Bauplätze entstehen.

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