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01.07.2010

Pfaffenhausen bekommt einen Energieberater

Hier sollen einmal 22 neue Bauplätze entstehen. Einige Grundstücke im Unterfeld III sind noch über die Gemeinde Pfaffenhausen zu haben. Die Bauarbeiten an den neuen Eigenheimen könnten bereits Ende September beginnen. Foto: Sebastian Hofmann
Bild: Sebastian Hofmann

Pfaffenhausen Ein Klimaschutzkonzept ist in großen Städten lange schon Pflichtprogramm der Politik, doch auch das Land schläft nicht. Seit einiger Zeit gibt es auch in Pfaffenhausen eine Gruppe Bürger, die sich mit der Zukunft der Gemeinde in Sachen Umwelt befasst. Erste Frucht der Mühen dieser Ehrenamtler ist eine Energieberatungsstelle, die die Gemeinde jetzt einrichten möchte. Dies beschloss der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig. Als Energieberater hat sich Matthias Biesle angeboten. Er würde an mehreren Wochenenden die Ausbildung, finanziert durch die EZA (Energie- und Umweltzentrum Allgäu), machen.

Johannes Schindler, Leiter der Freiwilligengruppe, die sich mit dem Klimaschutzkonzept befasst, hatte aber auch eine schlechte Nachricht für den Gemeinderat. "Aufgrund der wirtschaftlichen Lage gibt es vorerst keine Fördergelder für das Konzept von der EU", sagte Schindler. "Das bedeutet aber nicht, dass das Projekt damit gestorben ist. Wir können jetzt schon vorausplanen und das Konzept erst offiziell beginnen lassen, wenn es wieder Fördergelder gibt." Sowohl Schindler als auch der Gemeinderat sprachen sich aber dafür aus, die Eigenleistung für das Konzept, 5300 Euro, nicht zu überschreiten. Schindler stellte auch in Aussicht, dass die finanzielle Unterstützung der EU von bisher 70 auf 60 Prozent oder weniger bei Wiederaufnahme der Förderung sinken könnte.

Glasfaser im Unterfeld

Obwohl nur ein Schätzwert von Bürgermeister Roland Krieger vorlag und die genauen Kosten dadurch unklar waren, stimmte der Gemeinderat für die Versorgung des Neubaugebiets Unterfeld III mit modernen Glasfaserkabeln. "Die Datenpakete werden immer größer und wir müssen sicherstellen, dass die Gemeinde auch in Zukunft einen schnellen Anschluss hat", so Krieger. Ein anderer Punkt stand schon länger zur Diskussion, der Feinbelag auf den Straßen. Dem Gemeinderat war es wichtig zu wissen, ob die oberste Teerdecke sofort oder erst in einigen Jahren, wenn das Baugebiet vollständig erschlossen ist, aufgebracht werden soll. Dazu lag eine Vergleichsrechnung des Ingenieurbüros, welche das Baugebiet betreut, vor. Ergebnis: 25 000 Euro, wenn der Feinbelag gleich drauf kommt, bis zu 78 000 Euro, wenn er erst später zugefügt wird. Verständlich, dass sich der Gemeinderat einstimmig für die sofort durchzuführende Maßnahme entschied. Gemeinderat Michael Ripke: "Wenn ein Bauherr Schäden auf dem Belag verursacht, dann muss er dafür aufkommen."

Eine wichtige Fußgängerverbindung von der neuen Siedlung in den Dorfkern spendierte der Gemeinderat ebenfalls. Zwar wird auf der Straße "Zum Moos" nur "das Nötigste gemacht. Aber für spielende Kinder, Fußgänger und Radler ist es eine gute Verbindung ins Dorf", so Krieger. Für die Asphaltdecke gibt die Gemeinde hier rund 7000 Euro aus.

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