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Bad Wörishofen

10.11.2018

Pfarrer kritisiert „Beerdigung im Abwasserohr“

Mit dem neuen Grabfeld für Urnen ist Bad Wörishofens Pfarrer Andreas Hartmann überhaupt nicht einverstanden.
Bild: Markus Heinrich

Bad Wörishofens Pfarrer Andreas Hartmann kritisiert das neue Urnenfeld auf dem Friedhof.

Auf dem Friedhof von Bad Wörishofen entsteht derzeit ein neues Grabfeld für Urnen. Unsere Zeitung hatte darüber jüngst berichtet. Bad Wörishofens Pfarrer Andreas Hartmann kritisiert das Bauwerk nun in scharfer Form. Er spricht in einer Stellungnahme von „Beerdigung im Abwasserrohr“. Hintergrund: Im Gräberfeld werden Kunststoffrohre eingelassen, in welche die Urnen später beigesetzt werden sollen.

„Wer aufmerksam auf dem Friedhof unterwegs ist, der kann erkennen, dass in Zukunft die Urnen in Abwasserrohren versenkt werden“, sagt dazu Pfarrer Hartmann. In jedem Rohr der neuen Grabanlage sei Platz für zwei aufeinandergestapelte Urnen.

Bad Wörishofens Ordnungsamt erläutert die Hintergründe

„Die Rohre erleichtern später die Beisetzung der Urnen, da nicht jedes Mal neu gegraben werden muss“, hatte Bad Wörishofens Ordnungsamtsleiter Jan Madsack gegenüber unserer Zeitung erläutert.

Bad Wörishofens Pfarrer Hartmann sagt dazu nun: „Ich könnte keine Nacht mehr schlafen, wenn ich wüsste, dass sich die Asche meiner lieben Angehörigen in einem orangen Kunststoffrohr befindet, das für Fäkalien konstruiert wurde.“

Die nun in Bad Wörishofen umgesetzte Anlage nennt sich „Nichtanonyme Urnengrabanlage“. Sie wurde dem Stadtrat laut Ordnungsamtsleiter Madsack im September 2017 vorgestellt.

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