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03.07.2017

Pixner sorgt für Ausnahmezustand

Herbert Pixner (rechts) und sein Herbert-Pixner-Projekt sorgten für Begeisterungsstürme im Kursaal.
Bild: Schmid

Viele Besucher müssen den Heimweg antreten, weil Kursaal und Kurtheater schnell rappelvoll sind

Nichts ging mehr. Schlange stehen bis auf die Straße. Keiner fand mehr einen Platz. Das „Herbert Pixner Projekt“, das als Highlight angekündigte Konzert für das Festwochenende, sorgte im Kursaal nicht nur für schnell belegte 903 Sitzplätze. Während das Publikum im Kursaal vor Begeisterung tobte, das Konzert auf einer Leinwand ins Kurtheater (470 Sitzplätze) übertragen wurde, mussten auch hier die Türen geschlossen werden. Alles war belegt. Viele Besucher mussten wieder umkehren. Das Festteam um Kurdirektorin Petra Nocker und Veranstaltungsleiterin Anna-Marie Schluifelder und die Security hatte alle Hände voll zu tun. Das Fazit: das Publikum verhielt sich sehr diszipliniert. Herbert Pixner sagte am Ende des Konzertes: „Danke an die Stadt Bad Wörishofen. Danke Anna.“

Er betonte ausdrücklich die Entscheidung wegen des unbeständigen Wetters nicht im Ostpark sondern im Kursaal aufzutreten. Zwar wäre ein Open Air Konzert auch für sie der absolute Höhepunkt gewesen, doch sie seien auch sehr gerne im Kursaal. Im Interview mit der Mindelheimer Zeitung (wir berichteten), wollte Pixner nicht als „Stargast“ bezeichnet werden. Dass er es doch war, bewies er durch eine hohe Musikalität, die er mit unterschiedlichsten Instrumenten, mit seinen beiden Steirischen Harmonikas (auch als Percussion) sowie Blech- und Holzblasinstrumenten, perfekt zum Besten gab.

Er erzählte ruhig und spannend, kleine Geschichten. Die gespielten Stücke ließen die passenden Bilder im Kopf der Gäste entstehen. Ein Beispiel: „Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf der Straße von Rom nach Neapel. Die Außentemperatur misst 45˚ im Schatten. Das Benzin ist alle. Sie steigen aus ihrem klimatisierten Auto aus, werden von der Hitze erschlagen.“ Die nächste Notrufsäule sieben Kilometer entfernt, von dort zur nächsten Tankstelle 20 Kilometer. Die Musik dazu? Tragisch, verzweifelnd. Sie erinnerte an die Musik von Sergio Leone zum Film „Spiel mir das Lied vom Tod“. Wie die Geschichte ausging? Das verriet Herbert Pixner nicht. Die Phantasie der Gäste war gefragt.

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Und die Schilderung vom frühen „Morgenrot“, ruhig und träumerisch. Auch ganz andere Klänge kamen zu Gehör wie der „Tango to go“, ein Tango, der es in sich hatte. Und „to go“, na klar, der Auftakt zur Pause.

Herbert Pixners Schwester Heidi an der Harfe, Gitarrist Manuel Randi und Werner Unterlercher am Kontrabass sowie Herbert Pixner, sie bildeten ein überaus harmonisches, voll aufeinander abgestimmtes und miteinander kommunizierendes Quartett, das Laune machte.

Dementsprechend enthusiastisch reagierte das Wörishofer Publikum und erjubelte sich mehrere Zugaben. Es war ein Festgeschenk zum Jubiläum, das so schnell nicht vergessen wird. (sid)

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