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Mindelheim

18.10.2019

Polizei sucht Brandstifter - und ist zuversichtlich

Ende September zündete ein Unbekannter insgesamt vier Fahrzeuge im Mindelheimer Norden an – wie hier am Sebastianspark.
Bild: Stoll

Plus Mehrere Fahrzeuge wurden im September in Mindelheim angezündet. Von wem, ist immer noch unklar. Was nun den Ermittlern helfen soll.

Wer hat Ende September im Norden von Mindelheim insgesamt vier Fahrzeuge in Brand gesetzt und damit einen Sachschaden von über 25.000 Euro verursacht? Auch knapp vier Wochen nach der Tat, die einen aufsehenerregenden Großeinsatz mit Polizeihubschrauber auslöste, ist die Frage nach dem Täter noch ungeklärt. Auch ein Zeugenaufruf rund eine Woche nach der Brandserie verpuffte nach Angaben der Polizei im Nichts. Jetzt soll eine Belohnung die Ermittlungen voranbringen.

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Insgesamt 1000 Euro bekommt die Person, die Hinweise darauf liefern kann, wer für die Tat verantwortlich ist. Das teilte Gerhard Zielbauer, Leiter der Polizeiinspektion Mindelheim, auf MZ-Nachfrage mit. Nach seinen Angaben beschäftigen sich nach wie vor drei Ermittler „hauptsächlich“ mit dem Fall. „Wir sind da voll dran“, verspricht Zielbauer. Es gebe konkrete Ermittlungsansätze und deshalb durchaus Grund zur Zuversicht.

Polizei ermittelt nach der Brandstiftung in Mindelheim in alle Richtungen

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. Als gesichert gilt bislang, dass die Taten in Zusammenhang zueinander stehen. Das Motiv ist nach wie vor offen. Viel deutet jedoch darauf hin, dass die Fahrzeuge im Mindelheimer Norden – drei Autos im Sebastianspark und in der benachbarten Martin-Schorer-Straße, sowie ein Motorroller in der Berliner Straße – aus reiner Zerstörungswut mit Brandbeschleunigern angezündet wurden. Sollte ein Täter gefunden werden, erwartet ihn eine Gefängnisstrafe von mindestens einem Jahr. In extremen Fällen müssen die Verantwortlichen bis zu zehn Jahre hinter Gitter.

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Der Einsatz in der Nacht auf Sonntag, 22. September, hatte bei Anwohnern nicht nur wegen der brennenden Fahrzeuge für Aufruhr gesorgt. Über eine halbe Stunde lang kreiste ein Polizeihubschrauber nach Mitternacht über dem Gebiet im Mindelheimer Norden und erzeugte dabei einen ohrenbetäubenden Lärm. Nach Angaben der Polizei kam dabei auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz – einerseits, um im Dunkel der Nacht möglicherweise flüchtige Menschen zu entdecken; andererseits, um etwaige weitere Brandherde aufzuspüren.

Polizeieinsatz mit Hubschrauber verursachte hohe Kosten - wer zahlt?

Polizeichef Gerhard Zielbauer rechnet damit, dass der Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr Kosten im niedrigen fünfstelligen Bereich verursacht hat. Sofern ein Täter gefasst werden sollte, ist noch offen, inwiefern er finanziell dafür geradestehen muss. Der Grund: Die Kosten des Hubschraubereinsatzes hängen davon ab, ob der Hubschrauber im Rahmen einer Strafverfolgung oder wegen Präventionsmaßnahmen in der Luft war. Für die beiden Anlässe werden unterschiedliche Stundensätze (2170 beziehungsweise 4000 Euro) veranschlagt.

Da der Hubschrauber damals sowohl für die Strafverfolgung als auch für Präventionsmaßnahmen eingesetzt wurde, müsse genau bestimmt werden, wie lange der Hubschrauber zu welchem Zweck zum Einsatz gekommen sei, sagte Polizeisprecher Holger Stabik. Dies sei aufgrund der unübersichtlichen Lage der Nacht schwierig.

Mehr zur Brandserie im Mindelheimer Norden lesen Sie hier:

Polizei tappt nach Brandserie in Mindelheim im Dunkeln

Brandstiftung in Mindelheim: Polizei sucht Zeugen

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