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Bad Wörishofen

05.08.2020

Polizei warnt vor übler Masche

Symbolbild
Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Plus Werbung für Anzeigen in dubioser „Bürgerinformation“ ist strafrechtlich nicht zu beanstanden

Als das Fax in der Rechtsanwaltskanzlei Gruschka in Bad Wörishofen eintraf, schrillten bei Pia Gruschka sofort die Alarmglocken. Dort wurde um Anzeigenschaltungen in einer „Bürgerinformation Region Bad Wörishofen“ geworben und mit einer Adresse und einer Telefon-/Faxnummer eines Bad Wörishofer Steuerberaters geworben.

Polizeichef von Bad Wörishofen rät: Hände weg und ab damit in den Papierkorb"

Wer sich dann aber das Kleingedruckte genauer ansieht, wird schnell misstrauisch. Pia Gruschka recherchierte daher im Internet und bekam dabei heraus, dass es sich offenbar um eine in Spanien ansässige Firma handelt, die diese Versuche regional und flächendeckend startet. Auch andere Gemeinden seien bereits betroffen, so Gruschka. Sie warnt daher eindringlich davor, etwas zu bezahlen oder das Telefax zurück zu schicken.

Das bestätigt auch Polizeichef Thomas Maier von der Bad Wörishofer Inspektion: „Hände weg und ab damit in den Papierkorb“, so sein Appell. Die Polizei könne den Unbekannten aber gar nicht das Handwerk legen, da sie aus rein strafrechtlicher Sicht keine unerlaubten Taten begehen.

Polizei warnt vor übler Masche
Polizeichef Thomas Maier

Die Schreiben sind meist so clever formuliert, dass es keine juristische Handhabe dagegen gibt. Maier rät daher – wenn überhaupt – das Kleingedruckte ganz genau zu lesen, bevor man sich für eine solche dubiose Anzeigenschaltung entscheidet. Im Zweifelsfall könne sich aber jeder gerne auch an seine Polizeidienststelle vor Ort wenden.

Hinweise an die Polizeiinspektion Bad Wörishofen unter der Telefonnummer 08247/96800.

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