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08.07.2010

Prävention muss gestärkt werden

Bad Wörishofen Die ehemalige Staatssekretärin des Bundesgesundheitsministeriums und heutige Kneipp-Bund-Präsidentin Marion Caspers-Merk zeigt sich enttäuscht über die ihrer Meinung nach "einfallslose Erhöhung der Krankenkassen- und Zusatzbeiträge zu Lasten der Versicherten". Mit dem vorgelegten Entwurf verspiele Schwarz-Gelb die Chance auf ein besseres Gesundheitssystem mit einer Stärkung der Prävention, so Caspers-Merk in einer Presseerklärung. Die Regierungskoalition habe eine Strukturreform versprochen. Jetzt stopfte sie notdürftig die Löcher, ohne sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Kneipp-Bund Präsidentin Marion Caspers-Merk: "Das Gesundheitssystem muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden."

Der Kneipp-Bund fordert mehr Koordination und Kooperation und damit endlich auch die Vermeidung unnötiger und teurer Doppeluntersuchungen. Vor allem aber müsse die Prävention gestärkt werden. Caspers-Merk: "3000 Euro pro Versichertem und Jahr wenden die Kassen für die Behandlung von Krankheiten auf. Für Prävention hingegen sollen weniger als fünf Euro ausreichen? Laut Caspers-Merk befinde sich das System in bedrohlicher Schieflage. Allein der Kostentreiber "Rückenschmerz" ließe sich mit gezielter Prävention durch gute Bewegungsangebote um ein Vielfaches reduzieren und das verhältnismäßig günstig. "Hier brauchen wir kein Sparpaket, sondern umgekehrt eine Investition, die sich lohnt - denn es ist teurer, bereits ausgebrochene Krankheiten zu behandeln als ihnen frühzeitig vorzubeugen," so Caspers-Merk.

Die Regierung sei mit großen Versprechungen an den Start gegangen; das Gesundheitssystem sollte umgebaut und die Prävention gestärkt werden. (ara)

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