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Schülerzeitung aus Mindelheim

28.03.2018

Preisgekrönte „Ideen“

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3 Bilder
Gestaltet wird „die Idee!“ von den Mädchen der Layout-Gruppe
Bild: Schomanek

„Die Idee“ der Maria-Ward-Schule wurde bundesweit ausgezeichnet. Von motivierten Schülerinnen und problematischen „Mädchenthemen“

Die Schülerinnen arbeiten konzentriert, einzeln oder in kleinen Gruppen. Sie diskutieren leise: Ob man die Schrift nicht auch so anordnen könne? Passt nicht das andere Foto vielleicht besser? Im Layout-Kurs an der Maria-Ward-Realschule wird designt und ausprobiert – schließlich muss eine neue Ausgabe der Schülerzeitung „Die Idee“ produziert werden. Und die soll so gut werden wie die Vorgänger: Für die letztjährige Ausgabe wird den Gestalterinnen und jungen Redakteurinnen der „Idee“ im Sommer ein Preis verliehen. An Preise für die Schülerzeitung ist man an der Maria-Ward-Schule gewöhnt: Viele Male ist „Die Idee“ bereits ausgezeichnet worden, dieses Jahr sogar bundesweit. In der Kategorie „Realschulen“ hat es „Die Idee“ beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb der Länder auf den ersten Platz geschafft.

Aber nicht nur dieser Preis freut Schüler und Lehrer: „Die Idee“ gibt es mittlerweile seit vierzig Jahren – ein weiterer Grund, zu feiern. Die Schülerinnen des Layout-Kurses und der Redaktion denken aber gar nicht unbedingt daran, zu feiern, sondern widmen sich ihren Aufgaben: In einem Raum sitzt die Layout-Gruppe, elf Schülerinnen und Lehrerin Sibylle Gerner, ein Zimmer weiter arbeitet die Redaktion: 13 Schülerinnen, unter der Aufsicht von Florian Schomanek.

Einzeln oder in kleinen Gruppen

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Sibylle Gerner, die zweite Konrektorin der Schule, schaut den Schülerinnen über die Schulter, wenn diese Grafiken gestalten und sich mit den Programmen In-Design und Adobe Photoshop auseinandersetzen: „Die Schülerinnen arbeiten einzeln oder in kleinen Gruppen – Vieles wird auch im Kunstunterricht gestaltet, so verzahnen sich einige Abläufe“, erklärt die Lehrerin.

Die Produktion läuft reibungslos – auch, weil einige Schülerinnen bereits Erfahrung mitbringen: Viele arbeiten nicht nur ein Jahr, sondern zwei oder drei Jahre an der Schülerzeitung mit, so auch die 15-jährige Madeleine Pötzsch: „Als ich damals von dem Kurs gehört habe, dachte ich, dass mir das Spaß machen könnte. Und das tut es bis heute.“

Dass die Schülerinnen motiviert sind und Spaß haben, bestätigt auch Florian Schomanek: „Pubertäre Zickereien gibt es kaum – die Mädels sind alle fleißig, richtig gut drauf und haben viele Ideen.“ Momentan sei das Thema Mediennutzung sehr beliebt, erklärt der Lehrer, während seine Schülerinnen im selben Moment eine Umfrage zu diesem Thema auswerten.

Aber auch politische Themen, Cybermobbing oder die Vergangenheit finden ihren Platz in der „Idee“: „Geschichtliche Vergleiche mag ich sehr gerne“, erzählt Chefredakteurin Rebekka Kögel. Die 14-Jährige, die sich auch gerne an Buchrezensionen versucht, hat in kurzer Zeit bereits fünf große Artikel geschrieben: „Im Durchschnitt schreiben die meisten Schülerinnen mehr als einen Artikel pro Ausgabe – aber Rebekka hat schon sehr viel abgeliefert“, betont Schomanek.

Mehraufwand, der der Schule gut tut

Dass die Schülerzeitung ein „Zusatzaufwand“ für die Schülerinnen sei, ist klar, sagt Schomanek. Aber eben ein Aufwand, der der „Schule gut tut“. Ein Großteil der nicht mitwirkenden Schülerinnen kauft die Zeitung und auch die Eltern und ehemalige Schülerinnen und Lehrer warten laut Sibylle Gerner immer auf die nächste Ausgabe.

Zwei Schulstunden pro Woche arbeiten Redaktion und Layout aktuell an ihrer Schülerzeitung – mancher Artikel wird aber auch zuhause geschrieben: „Außerdem schreibe ich zuhause auch eigene Fantasy-Geschichten“, erzählt die 15-jährige Jolie Klement. Ihre Kolleginnen schreiben unterdessen politische Kommentare zu Donald Trump oder auch Reiseberichte. Man merkt: Die Themen sind vielfältig. „Einmal hat jemand auf einer Preisverleihung zu mir gesagt, dass viele der Themen ja schon sehr ,mädchenhaft’ seien“, berichtet Florian Schomanek. Eine Aussage, die der Lehrer „problematisch“ findet. Was sind schließlich „Mädchenthemen“ und was nicht? „Die Klischees, dass es für Mädchen nur um Nagellack geht, treffen hier nicht zu. Die Themen sind bunt gemischt.“

Ebenso bunt und vielfältig ist das Layout. Die Schülerinnen sind mittlerweile so engagiert, dass sie sich auch vorstellen können, sich irgendwann beruflich in diese Richtung zu orientieren: „Es wäre definitiv eine Alternative“, sagt Madeleine. Auch die 15-jährige Hannah Balkenhol kann sich vorstellen, Journalistin oder Mediengestalterin zu werden.

Preisverleihung in Berlin

Erst aber steht die Preisverleihung im Sommer an, zu der einige der Schülerinnen auch mitfahren dürfen. Als Chefredakteurin darf Rebekka den Preis entgegennehmen und mit nach Berlin fahren. In der deutschen Hauptstadt war sie im Gegensatz zu Kollegin Jolie noch nie, genug Material für neue Artikel werden die Schülerinnen dort aber sicher finden.

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