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Preisschock beim Mindelheimer Freibad ist auch hausgemacht

Preisschock beim Mindelheimer Freibad ist auch hausgemacht
Kommentar Von Johann Stoll
30.01.2020

Die Kosten für die Sanierung des Mindelheimer Freibads sind massiv gestiegen. Dieses Problem ist auch hausgemacht, findet unser Autor.

Mindelheimer Stadträte darf man sich als glückliche Menschen vorstellen. Sie können Hunderttausende von Euro im Minutentakt ausgeben und brauchen doch keine Sorge zu haben, schon bald zahlungsunfähig zu sein. Die Stadt muss nicht darben, auch wenn die Einnahmen nicht mehr die Rekordhöhen vergangener Jahre erreichen.

Die Preise für die Freibadsanierung in Mindelheim sind massiv gestiegen

Tatsächlich war den Stadträten gar nicht fröhlich zumute, als sie die deutlichen Kostensteigerungen nach der Ausschreibung für die Freibadsanierung absegnen durften. Firmen haben derzeit alle Hände voll zu tun. Das treibt die Preise in die Höhe. Sie haben es schlicht nicht nötig, den Kommunen entgegenzukommen. Hier kommen Sie zum Artikel über die teuer gewordene Sanierung: Kosten steigen massiv: Kalte Dusche für die Freibadplaner

Im konkreten Fall haben aber womöglich noch zwei Umstände eine gewisse Rolle gespielt. Die hiesigen CSU-Politiker Klaus Holetschek und Franz Josef Pschierer hatten im Vorjahr Bauminister Hans Reichhart nach Mindelheim geholt und ihm damals bei einem öffentlichkeitswirksamen Termin im Freibad das Bekenntnis entlockt, es könnten Sondergelder für das Mindelheimer Freibad fließen, die dann ja auch kamen. Ein solches Signal zeigt allen Firmen: Hört her, es trifft hier keinen Armen.

Preisschock beim Mindelheimer Freibad ist auch hausgemacht

Der Preis für die Sanierung des Mindelheimer Freibads ist zu hoch

Die Sanierung wohl noch mehr verteuert hat aber das öffentlich abgegeben Versprechen, das Freibad jetzt in der Phase der Hochkonjunktur zu sanieren. Das wurde mit Blick auf die Kommunalwahl bewusst so terminiert. Der Preis dafür ist hoch, zu hoch. Im Interesse des Steuerzahlers wäre es wohl klüger gewesen, das Bad noch für ein paar Jahre übergangsweise soweit zu ertüchtigen, dass der Betrieb gut hätte weiterlaufen können. Früher wurde die Regel beherzigt: Die öffentliche Hand baut dann, wenn die Konjunktur schwächelt. Das wäre auch im Interesse der Firmen und Arbeitsplätze.

Mehr über die Pläne zur Freibadsanierung erfahren Sie hier:

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