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Mindelheimer Philosophiepreis

13.04.2013

Preisvergabe schlägt Wellen

Philipp Hübl

Festakt zur Verleihung findet nicht in der Jesuitenkirche statt

In wenigen Wochen soll der Mindelheimer Philosophiepreis an Philipp Hübl, Juniorprofessor für Theoretische Philosophie an der Universität Stuttgart, verliehen werden. Doch die Preisvergabe hat jetzt schon Wellen geschlagen. Denn diese sollte ursprünglich in der Jesuitenkirche stattfinden, wurde nun aber in den Silvestersaal verlegt. Umgehend machten Gerüchte die Runde, wonach kirchenkritische Äußerungen Hübls zu der Raumänderung geführt haben sollen: Die Kirche sei mit dem Preisträger nicht einverstanden und habe sich deshalb geweigert, die Jesuitenkirche für den Festakt zur Verfügung zu stellen.

Alles Quatsch, sagen Bürgermeister Stephan Winter, Kulturamtsleiter Christian Schedler und Hubertus Stelzer, der mit Schülern des Maristenkollegs die Jury des Preises bildet. Tatsächlich gibt es zwei andere Gründe für den Wechsel: Zum einen habe es organisatorische Probleme gegeben. Demnach war geplant, das Orffsche Mysterienspiel „Comoedia de Christi resurrectione“ aufzuführen. Die Zuschauer hätten dazu im Chorraum der Kirche Platz nehmen sollen, während die Bänke mit mehreren teils schrägen Bühnen überbaut werden sollten. Hier, so Schedler, habe tatsächlich die Kirche ihr Veto eingelegt – jedoch allein aus Sicherheitsgründen.

Ein weiterer Grund liegt im Preisträger selbst: Bei der Vorbereitung sei das Kulturamt darauf gestoßen, dass Hübl bekennender Atheist sei. Die Preisvergabe in einer Kirche sei den Organisatoren deshalb unpassend erschienen, so Schedler und Winter. Sie sei aus „Respekt vor der weltanschaulichen Haltung“ Hübls in einen neutralen Raum verlegt worden. Die Kirche habe nicht auf diese Entscheidung eingewirkt.

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