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Probleme im Mindelheimer Schulbusverkehr: Brandner ist gefordert

Kommentar Von Johann Stoll
23.09.2020

Plus Wütende Eltern bei der Bürgerversammlung in Nassenbeuren: Nach zahlreichen Pannen im Schulbusverkehr ist nun die Firma Brandner am Zug, Vertrauen zurückzugewinnen.

Kinder, die im Bus zur Schule fahren, finden nicht zwingend einen Sitzplatz und sind auch nicht in jedem Fall angeschnallt. Das hält der Gesetzgeber für vertretbar. Derselbe Gesetzgeber fordert aber von Eltern, dass deren Kinder im Auto immer korrekt angeschnallt sind, sonst setzt es ein Bußgeld. Da passt schon seit Jahren etwas nicht zusammen.

Dass die Stadt Mindelheim und der Busunternehmer auf die Vorgaben hinweisen, die sie selbst nicht gemacht haben, mag zwar korrekt sein. Glücklich war diese Argumentation nicht, weil das die Eltern erst recht wütend gemacht hat. Sie wollen Lösungen zum Schutz ihrer Kinder. (Lesen Sie auch: Die Elternrebellion von Nassenbeuren)

Und wenn die Busfirma Steber es geschafft hat, allen Grundschülern Sitzplätze anzubieten und sie nur angeschnallt gefahren hat, sollte das auch eine Firma Brandner schaffen.

Der Auftritt von Josef Brandner bei der Bürgerversammlung in Nassenbeuren irritierte

Irritierend war der Auftritt von Josef Brandner aber nicht nur wegen der formalen Argumentation. Als Zuhörer musste man den Eindruck gewinnen, dass sich das Unternehmen überhaupt nicht darauf vorbereitet hat, dass vom neuen Schuljahr an eben auch Kinder mitfahren.

Wenn ein Busfahrer nicht mal die genaue Strecke kennt und nicht weiß, wo an der Schule er seinen Bus abstellen kann, spricht das weniger gegen ihn als gegen die Firma, für die er fährt. Brandner ist nun in besonderer Weise gefordert, das Vertrauen der Eltern zurückzugewinnen.

Mehr über die Probleme erfahren Sie hier:

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